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  • 06.02.2012 - 09:22 GMT
  • BDI
Wirtschaft und Finanzen

BDI: Wachstum durch Abbau von Handelsbarrieren

„Wachstum fördert man am besten durch Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und den Abbau von Handelsbarrieren. Deshalb begrüßt die deutsche Industrie das Vorhaben, konkrete Verhandlungen über ein umfassendes Handelsabkommen zwischen der EU und den USA aufzunehmen.“ Das erklärte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel anlässlich des BDI-U.S. Congressional Roundtable im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz am Samstag.

„Die deutsche Industrie erwartet hierzu Fortschritte von der neu gegründeten hochrangigen Arbeitsgruppe für Wachstum und Beschäftigung“, sagte Keitel. Die Arbeitsgruppe wurde beim vergangenen EU-US Gipfel im November 2011 eingerichtet und soll Möglichkeiten prüfen, den transatlantischen Handel zu stimulieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Das schließt auch den Abbau aller Handelshemmnisse, regulatorische Zusammenarbeit sowie verbesserte Rahmenbedingungen für Investitionen, Dienstleistungen, Schutz geistigen Eigentums und öffentliche Beschaffung ein.

Keitel appellierte an die Kongressmitglieder, die Gruppe bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „Der EU wie den USA muss gleichermaßen daran gelegen sein, Möglichkeiten für mehr Wachstum zu nutzen, um die Verschuldungsprobleme dies- und jenseits des Atlantiks in den Griff zu kriegen.“ Angesichts der hohen Staatsverschuldung sind nach Ansicht Keitels immer neue Programme zur Ankurbelung der Konjunktur nicht mehr verantwortbar. Vielmehr sollten die Wachstumsimpulse genutzt werden, die mit einer weiteren Öffnung der Märkte einhergehen.

Allein der Wegfall von Zöllen würde auf beiden Seiten des Atlantiks jeweils zu einem jährlichen BIP-Anstieg von bis zu 80 Milliarden Dollar führen.

Informationen zum BDI-U.S. Congressional Round Table:
Am 4. Februar 2012 findet der BDI-U.S. Congressional Round Table im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz statt. Im Mittelpunkt der Gespräche zwischen deutschen Wirtschaftsführern und US-Kongress stehen die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Entwicklungen in Deutschland, Europa und den USA sowie handelspolitische Fragen. Das Treffen findet regelmäßig im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz statt.

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