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  • 27.04.2011 - 08:40 GMT
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Landwirtschaft und Fischerei

DBV: Brüsseler Auflagen und Kontrollen nicht mehr zu überschauen

Deutscher Bauernverband (DBV) stellt sieben Kernforderungen zum Bürokratieabbau vor

Weder für Bauern noch für Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft ist der Umfang der bürokratischen Auflagen durch die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union noch zu überschauen. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) in einem Sieben-Punkte-Plan hin. So seien allein auf der Grundlage von 19 Cross-Compliance-Richtlinien, die die Einhaltung von Tier- und Umweltschutz sowie die ordentliche Bewirtschaftung der Flächen festlegen, insgesamt 2.680 verbindliche Standards festgeschrieben. Dazu kämen noch einmal 590 Regelungen zum „guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand“. Nach Angaben der Europäischen Union werden jährlich in der EU etwa 600.000 Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben notwendig, um die Umsetzung der Regelungen in den Betrieben zu verfolgen.
Mit sieben Kernforderungen zum Bürokratieabbau in der EU-Agrarpolitik hat sich der DBV jetzt an die EU und die Bundesregierung gewandt. Darin fordert der DBV eine weitreichende Vereinfachung bei der Messung der Flächen, der Häufigkeit der Kontrollen sowie dem Umgang mit Landschaftselementen und mehrjährigem Grünland. In dem Katalog werden darüber hinaus der Bürokratieaufwand bei Zertifizierung von Biokraftstoffen kritisiert und flexiblere Regelungen bei Agrarumweltmaßnahmen gefordert.
Der DBV fordert von der Kommission in Brüssel, die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen, um für die Bauern im gesamten EU-Raum spürbare Erleichterungen zu erreichen. Den Bauern müsse es möglich sein, in angemessener Zeit Vorschriften zu erfassen und in die betrieblichen Abläufe zu integrieren, heißt es beim DBV.

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