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  • 14 03 2012 - 15:13 GMT
  • DBV
Landwirtschaft und Fischerei

DBV: “Wir haben die Forderungen von Kommissar Ciolos längst erfüllt” – DBV-Generalsekretär Born auf LVM-Landwirtschaftstag 2012 in Oldenburg

„Wir haben in Deutschland die Forderungen von EU-Agrarkommissar Ciolos zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2014 längst erfüllt.“ Diese Aussage traf der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, auf dem Landwirtschaftstag 2012 des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster (LVM) in Oldenburg.

An der Fachtagung der Versicherungsgesellschaft nahmen auch Georg Häusler, Kabinettschef von EU-Kommissar Ciolos, und Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, teil. Born machte in seinen Ausführungen deutlich, dass die Bauern in Deutschland bereits einen völlig entkoppelten und vereinheitlichten Direktausgleich hätten. „Agrarkommissar Ciolos mag so viel Marktorientierung den Bauern in den anderen EU-Mitgliedstaaten aber erst ab 2019 zumuten.“
 
Weiter sagte Born: „Wir haben bereits heute mehr als 40 Prozent unserer Acker- und Grünlandflächen in freiwilligen Agrarumweltprogrammen der Zweiten Säule oder in Schutzgebieten, ob nun Wasser-, Arten-, Naturschutzgebiete eingebracht. Eigentlich muss uns deshalb niemand etwas über „Greening“ und 7 Prozent ökologischer Vorrangfläche erzählen.“ Sollte man Ökobetriebe von vornherein von den „Greening“-Auflagen freistellen, dann müsse das selbstverständlich auch für andere Betriebe gelten. Wer beispielsweise mehr als 50 Prozent Grünland, Flächen in Schutzgebieten oder Flächen in Berggebieten bewirtschafte, brauche nicht „greenen“. „Unsere mühsam heraus gerechneten Landschaftselemente müssen künftig ebenso berücksichtigt werden, wie unsere längerfristigen Agrarumweltprogramme“, so Born vor den anwesenden Teilnehmern.
 
Born wies weiter darauf hin, dass in Deutschland jeder voll nutzungsfähige Hektar für die Nahrungsmittelerzeugung bis hin zur Energie- und Rohstoffproduktion dringend gebraucht werde. Eine neuerliche Stilllegungsphilosophie passe schon deshalb nicht in unsere Lebenswirklichkeit. Immerhin kämen schon jetzt zwei Drittel der alternativen Energien in Deutschland aus der Biomasse.

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