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  • 08.02.2013 - 14:13 GMT

Ein integrierter Paketzustellungsmarkt für das Wachstum des elektronischen Handels – EBD-Analyse zum Grünbuch zur Zustellung von Paketen

Bis zum Jahr 2015 sollen 20% der europäischen Bevölkerung grenzüberschreitend online einkaufen. Das Ziel der Kommission im Rahmen des E-Commerce Aktionsplans ist die Verbesserung der Zustellung für den elektronischen Handel. Über die zentralen Themen der Zustellung, nämlich komfortable Zustellung aus Kundensicht, Preise und Kosten, Interoperabilität und Transparenz diskutierten etwa 50 Interessenvertreter während einer EBD-Analyse zum Grünbuch zur Zustellung von Paketen.

E-Commerce ist bereits seit einigen Jahren ein zentrales Thema auf EU-Ebene. Hindernisse sollen über die Konsultation der Kommission zum Grünbuch "Ein integrierter Paketzustellungsmarkt für das Wachstum des elektronischen Handels in der EU" vom 29.11.2012 in den Mitgliedstaaten erkannt und abgebaut werden.

Dr. Kristin Hentschel, Legal Officer, Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen, Abteilung Online- und Postdienste der Europäischen Kommission, präsentierte das Grünbuch. Das Grünbuch versucht aus der Perspektive der Kunden, der online-Händler und der Zusteller Erwartungen und Herausforderungen zu bündeln, um Möglichkeiten grenzübergreifende Lieferung attraktiver und leichter zu gestalten zu identifizieren. Dabei soll die Rolle der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gegenüber Großhändlern gestärkt werden.
Insgesamt soll die Wettbewerbsfähigkeit des Binnenmarktes für Zustellungen verbessert werden. Hentschel zufolge stelle das Grünbuch „einen wichtigen Schritt dar, dieses Ziel zu erreichen“, da die Kommission für die Konsultation auf das Wissen von Experten angewiesen sei. Aus diesem Grund appellierte Hentschel an das Publikum ihre Vorschläge zu diesem Grünbuch bis zum 22. Februar einzureichen. Für Hüttemann stelle dieses Vorgehen der Kommission einen Teil des partizipativen Prozesses dar, für welchen die EBD in diesen Veranstaltungen und ihrer Arbeit werbe.

Dr. Peter Knauth, Referatsleiter Grundsatzfragen der Telekommunikations- und Postpolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, übernahm die Erstkommentierung vonseiten der Bundesregierung. Insgesamt bewertet er das Ziel des Grünbuches als überaus sinnvoll, da es „in unserer schnellen und komplexen Welt keine einfachen Lösungen mehr gibt und wir daher auf Zusammenarbeit angewiesen sind“. Er nimmt jedoch ein gemeinsames Spannungsfeld wahr: Dank des Wettbewerbs gäbe es eine große Vielfalt, welche aber nicht durch zu große Harmonisierungsprozesse zerstört werden dürfe. Die sektorübergreifende Zusammenarbeit der Kommission sei sehr begrüßenswert, dürfe aber zu keiner Nivellierung des Marktes führen bzw. die dynamischen Wettbewerbsprozesse unterminieren. Knauth zufolge liege der Schwerpunkt der BRD darin keine neuen großen Institutionen zu schaffen bzw. keine zu großen Eingriffe notwendig zu machen.

In der anschließenden Diskussion kamen viele Anmerkungen aus dem Publikum bezüglich der fehlenden Vernetzung der Zustellungsunternehmen und der Effizienz der Händler in der Auswahl ihrer Standorte und Zusteller. Besonders brisant wurde auch die Zielsetzung der Kommission diskutiert.

Marie-Thérèse Duffy-HäuslerVertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, begrüßte die Teilnehmer. Bernd Opens internal link in current windowHüttemann, Generalsekretär des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland, moderierte die Opens internal link in current windowEBD-Analyse.
Die Präsentation aus dem Vortrag von Dr. Kristin Hentschel finden Sie hier Initiates file downloadzum Download.

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