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Partizipation & Zivilgesellschaft

Förderung ehrenamtlichen Engagements im Netzwerk EBD

Unter den 238 Mitgliedsorganisationen der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) sind zahlreiche Vereine und Organisationen, deren Arbeit ohne ehrenamtliches Engagement kaum umsetzbar wäre.

Um der immensen Bedeutung des Ehrenamtes für gesellschaftliches, soziales und politisches Engagement Rechnung zu tragen, hat die EBD die Förderung des ehrenamtlichen Engagements in die Arbeitsschwerpunkt für 2014/15 aufgenommen. Von dieser Aufwertung profitieren können und sollen auch Projekte der EBD, die stark von ehrenamtlichem Engagement abhängen, wie beispielsweise der Europäische Wettbewerb oder der Preis Frauen Europas.

Strategien zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagement entwickeln und deren Umsetzung koordinieren wird künftig eine hochkarätig besetzte Arbeitsgruppe aus Europa Union Deutschland (EUD), dem Bundesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement (BBE) und der EBD. Die Europa Union ist mit 18.000 Mitgliedern die größte Bürgerinitiative für Europa in Deutschland – ein Großteil der Arbeit in den 16 Landesverbänden, 350 Kreis-, Orts- und Stadtverbänden wird ehrenamtlich geleistet. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) ist ein Zusammenschluss von über 250 Akteuren aus Bürgergesellschaft, Staat und Wirtschaft und hat eine viel beachtete Sprecherrolle in allen Fragen der Engagement- und Partizipationsförderung. Das übergeordnete Ziel des Netzwerks ist die nachhaltige Förderung von Bürgergesellschaft und bürgerschaftlichem Engagement in allen Gesellschafts- und Politikbereichen als tragende Säule von Gesellschaft und Demokratie.

Am 7. Juli 2014 kamen Bernd Hüttemann, Generalsekretär der EBD, Christian Moos, Generalsekretär der EUD, Vorstandsmitglied der EBD und zugleich Mitglied des Koordinierungsausschusses des BBE, und Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE, sowie der Europa-Experte des BBE, Mirko Schwärzel, Nino Kavelashvili, Koordinatorin der „BBE Europa-Nachrichten“, und die Koordinatorin des Arbeitsbereiches Bildung & Information der EBD, Janin Hartmann, zu einem ersten Arbeitstreffen zusammen. Die Vertreter aller drei Netzwerke bekräftigten ihre Bereitschaft, in enger Zusammenarbeit sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene für die Stärkung ehrenamtlichen Engagements einzutreten.

Nach einer einleitenden Debatte über die Bedeutung von Engagementpolitik für demokratische Gesellschaften, die anerkennende und partizipative Verfasstheit ehrenamtlichen Engagements selber und die Potentiale und Herausforderungen der an Bedeutung wachsenden Kooperation von Wirtschaft und Engagement wurden konkrete Ideen entwickelt, wie bürgerschaftliches Engagement künftig stärker gefördert werden kann. Diese Ideen umfassen sowohl Informationsarbeit als auch verschiedene gemeinsame Veranstaltungsformate sowie Kooperationen auf europäischer Ebene.

Da viele Organisationen aus dem Engagementbereich bei ihren Aktivitäten auf europäischer Ebene stark von Fördergeldern abhängen, will die Arbeitsgruppe künftig die Informationsarbeit über nationale und europäische Förderungsprogramme sowie Ausschreibungen von Stiftungen oder anderen Projektträgern intensivieren. Ein sektor- und programmübergreifender Ansatz, umgesetzt in zivilgesellschaftlicher Trägerschaft durch die relevanten Netzwerke, soll dabei einen Mehrwert gegenüber bestehenden Beratungsangeboten bieten.

Auch die neu konstituierte Zusammenarbeit der EBD mit ihren institutionellen Partnern (Vertretung der EU-Kommission, Informationsbüro des Europäischen Parlamentes, Auswärtiges Amt, Bundespresseamt, Unterarbeitsgruppe Europakommunikation der Länder, Rat der Gemeinden und Regionen Europas und Bundeszentrale für politische Bildung) soll in diesen Kommunikationsprozess wechselseitig eingebunden werden.

Angestrebt ist zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas, um lokales bürgerschaftliches Engagement mit europäischer Dimension zu fördern. Denkbar wäre u.a. eine stärkere Vernetzung lokaler Sektionen der EUD mit den Städtepartnerschaften oder eine engere Zusammenarbeit mit europäischen Freundeskreisen wie beispielsweise der deutsch-französischen Gesellschaft. Auch in großen Veranstaltungen werden die drei Bundesnetzwerke künftig eng kooperieren und dadurch interessierten Organisationen ein Forum bieten. Es ist eine zeitnahe Neuauflage des Stakeholderforums zu engagementpolitischen Themen geplant.

Nicht zuletzt wurde eine engere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene beschlossen. Dafür bietet sich die geplante Europäische Vernetzungskonferenz des BBE an, aber auch eine abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit zur Initiative Europe+, der zivilgesellschaftlichen Kampagne für die Erneuerung europäischer Demokratie. Des Weiteren vereinbarten Bernd Hüttemann und Ansgar Klein, sich intensiv für eine gegenseitige Mitgliedschaft ihrer internationalen Dachverbände einzusetzen – das European Movement International (EMI) und das European Network of National Civil Society Associations (ENNA).

Die weitere Zusammenarbeit zwischen EUD, BBE und EBD wird nicht nur in regelmäßigen Arbeitstreffen, sondern auch mittels einer Mailingliste koordiniert. Vorstandsmitglieder der EBD, sowie die Mitglieder der BBE-Arbeitsgruppe (AG9) „Europa“, die diesen Dialog verfolgen und unterstützen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, sich aktiv einzubringen.

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