Aktuelles > VDZ-Präsident fordert von der EU besseren Schutz des Urheberrechts

Artikel Details:

  • 12.10.2009 - 14:28 GMT

VDZ-Präsident fordert von der EU besseren Schutz des Urheberrechts

Prof. Dr. Hubert Burda: „Urheberrecht muss einen fairen Ausgleich der Interessen gewährleisten.“ / Rede anlässlich des FAEP-Treffens in Brüssel

Auf einem Empfang anlässlich des Treffens der European Federation of Magazine Publishers (FAEP) am 7. Oktober 2009 in Brüssel äußerte sich Prof. Dr. Hubert Burda, Präsident des VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, zu aktuellen Herausforderungen der europäischen Zeitschriftenbranche. Auf der Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung, die unter dem Motto ‚Empowering citizens – the magazine media‘ stand, sprachen außerdem Dr. Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, sowie die bayerische Bundesrats- und Europaministerin Emilia Müller.
Hubert Burda bezog sich in seiner Keynote auf die anhaltende Diskussion über die Themenfelder Urheberrecht und Anzeigenerlöse in Verbindung mit den Aktivitäten großer Suchmaschinen wie Google. Er betonte die große Bedeutung qualitativ hochwertiger journalistischer Inhalte für die demokratische Öffentlichkeit und wies darauf hin, dass Medienunternehmen zur Aufrechterhaltung journalistischer Standards auf ausreichende Erlöse aus ihrer verlegerischen Tätigkeit angewiesen sind.
Der VDZ-Präsident forderte Google auf, in der Zukunft folgende Kriterien zu beachten:
– Fair share – eine angemessene Beteiligung der Medienunternehmen an den Erlösen der Suchmaschinenbetreiber aus der auf journalistischen Content bezogenen Werbung
– Fair search – nachvollziehbare und transparente Kriterien bei der Hierarchisierung der Suchtreffer von Suchmaschinen
– Transparenz bei der Zusammenarbeit zwischen Suchmaschinenbetreibern und Medienunternehmen
In diesem Zusammenhang wies Hubert Burda die EU-Kommission auf die fundamentale Rolle hin, die ein angemessener Schutz des Urheberrechts für eine lebendige und vielfältige Presse spielt: „Urheberrecht ist keine Sache nur für Anwälte – es betrifft das Leben eines jeden Bürgers. Das Urheberrecht muss einen fairen Ausgleich der Interessen zwischen den Produzenten journalistischer Produkte, den Verlagen und dem Publikum gewährleisten.“
Verband Deutscher Zeitschriftenverleger

keine Kommentare

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Abbrechen