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  • 27.06.2012 - 14:09 GMT

VKU und DStGB: Deutsche Energiewende auch für EU von Bedeutung – dezentrale Strukturen stärken!

„Die Energiewende in Deutschland und vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist in immer stärkerem Maße mit der Dezentralisierung der Energieversorgung verbunden. Daher muss sich diese in stärkerem Maße auch in den Initiativen der Europäischen Kommission widerspiegeln“, sagten Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) und Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) heute anlässlich eines Gespräches mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

„Die mit der Energiewende verbundenen Potenziale im Bereich neuer Technologien können Wachstumsimpulse für ganz Europa erzeugen. Wenn die Energiewende misslingt, hätte das gravierende Auswirkung nicht nur auf den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern würde auch den Wohlstand in Europa gefährden."
Landsberg und Reck unterstrichen in diesem Zusammenhang insbesondere die zentrale Bedeutung des Stromnetzausbaus und forderten, auch die Verteilnetzebene zum integralen Bestandteil der europäischen Energiepolitik zu machen. „Ohne gut ausgebaute Verteilnetze und eine entsprechende Rolle der Verteilnetzbetreiber in den Leitlinien für eine transeuropäische Energieinfrastruktur, ist die Realisierung des Binnenmarktes und die Integration der erneuerbaren Energien, die in Deutschland zu 97 Prozent auf dieser Ebene eingespeist werden, in der EU nicht möglich“, so Reck. „Vor diesem Hintergrund plädieren wir für einen integrierten Ansatz beim Ausbau der Energieinfrastruktur. Die Vorschläge zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren dürfen nicht nur den Aus- und Umbau der Höchstspannungsleitungen – unserer Stromautobahnen – im Blick haben, sondern müssen sich auch auf die Verteilnetze – unsere Zufahrtsstraßen – erstrecken“, ergänzte Landsberg.

Der VKU und der DStGB sprachen sich zur Umsetzung der künftigen EU-Energiepolitik zudem für eine bessere Miteinbeziehung der Bürger aus. Wenn die EU Ihre im Energiefahrplan 2050 gesteckten Ziele erreichen wolle, müsse sie auch dafür Sorge tragen, dass die Vorhaben wie die Verbesserung der Energieeffizienz oder der Stromnetzausbau von den Bürgern akzeptiert würden, so Reck und Landsberg.  „Dafür sind Städte und ihre Stadtwerke der geborene Partner. Sie sind nah am Menschen vor Ort, um Chancen zu kommunizieren und die Bürger zu beteiligen“, so Reck und Landsberg abschließend.

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