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Europakommunikation, Institutionen & Zukunftsdebatte, Partizipation & Zivilgesellschaft

Welches Bild wird Deutschland künftig in Europa haben?

Migranten, Medien, Interessengruppen, Social Media… Diplomaten müssen sich immer mehr Stakeholdern öffnen und sich vernetzen, wenn es um das Image Deutschlands im Ausland geht. Der 11. Workshop zum „Deutschlandbild im Ausland“ war für das Auswärtige Amt die Gelegenheit, die Meinungen seiner Partner für die Auslandskommunikation Deutschlands zu sammeln.

Letzten Donnerstag trafen sich in der Bibliothek des Auswärtigen Amtes 39 Organisationen und Institutionen mit Bezug auf Deutschland- und Europakommunikation. Darunter waren Medienvertreter wie EurActiv, dpa und La Stampa, Stiftungen, Institute, Kommunikationsagenturen sowie die Europa-Union Deutschland und das Netzwerk EBD.

Die für den Themenbereich im Auswärtigen Amt zuständigen Abteilungen für Kommunikation und die Europapolitik widmeten ihren Partnern viel Aufmerksamkeit. Ziel des Workshops war, herauszufinden, wie das Deutschlandbild im Ausland verbessert werden kann. Im Ausland genieße Deutschland bereits viel Respekt und Aufmerksamkeit dank wirtschaftlicher Leistungen und Zuverlässigkeit. Bernd Buschhausen, Edelman GmbH, machte aber in seiner Präsentation zum „Trustbarometer“ klar, dass die Kriterien des Vertrauens in die Wirtschaft sowie in die internationalen Beziehungen sich heute im Wandel befinden. Das außenpolitische Engagement eines Landes  werde höher geschätzt als die reine wirtschaftliche Leistung. Um das Empathie-Gefühl anderer EU-Bürger gegenüber Deutschland  zu verbessern, müsse  die Bundesregierung zivilgesellschaftliche Akteure nach außen hin sichtbarer machen, da diese das höchste Vertrauern in der Gesellschaft genössen.

„Das gemeinsame Ziel der im Auswärtigen Amt anwesenden Organisationen ist es, ein positives Europabild zu vermitteln“, sagte Vito Cecere, Leiter des Referats Auslands-Kommunikation des Auswärtigen Amtes. Die zivilgesellschaftlichen Partner der Regierung haben den großen Vorteil, dass sie kompetent und glaubwürdig in ihren jeweiligen Bereichen sind. Das kann für die Außenkommunikation Deutschlands besonders nützlich sein, um zielgruppenorientiert zu kommunizieren.

EBD-Generalsekretär Bernd Hüttemann forderte eine „European Public Diplomacy“, um die Zusammenarbeit der Diplomatie mit der Zivilgesellschaft zu beschreiben. Das schließt öffentliche Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit ein, sowie die Nutzung der Werkzeuge des „Web 2.0“.

Mit ihren politischen Forderungen rief die Mitgliederversammlung der EBD am 1. Juli auch offiziell das Auswärtige Amt auf, eine „European Public Diplomacy“ zu entwickeln, die – etwa mit Auslandsvertretungen und Auslandshandelskammern, Goethe-Instituten und politische Stiftungen – einen grenzüberschreitenden Dialog von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ermöglicht.

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