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Europa-Kommunikation verbessern, Populismus bekämpfen!

Foto: Markus Spiske/Flickr

Die Digitalisierung der Medienlandschaft und das Aufkommen sozialer Medien haben die Kommunikation grundlegend verändert, den Zugang zu Informationen erleichtert und demokratisiert. Gleichzeitig sind aber auch die Möglichkeiten von Missbrauch und Manipulation gewachsen, was den Zugang von Parteien zu Parlamenten gefördert hat, die Ängste schüren und an niedere Instinkte appellieren, anstatt konstruktiv am politischen Diskurs mitzuwirken.

Aufrichtige Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind wirksame Mittel gegen den Vertrauensverlust in die europäische Politik. In diesem Sinne sind Einbindung und Information der demokratisch legitimierten politischen Organe und gesellschaftlichen Gruppen sowie die Förderung ihrer Multiplikatorenfunktion unabdingbar.

Um überzeugend für die europäische Idee zu werben und anti-europäischen Ressentiments fundiert und aktuell begegnen zu können, sollten die EU-Institutionen sowohl in ihrer Außenkommunikation als auch in ihrer symbolischen Außendarstellung die kulturelle und sprachliche Vielfalt Europas widerspiegeln. Um mediale Außenwirkung zu entfalten und insbesondere auch die Mitwirkungsrechte der nationalen Parlamente zu gewährleisten, sind entscheidungsrelevante Dokumente möglichst in allen EU-Amtssprachen zu veröffentlichen.

Wir fordern: Die Bundesregierung und die Institutionen der Europäischen Union müssen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit entschlossener auf aktuelle Herausforderungen wie populistische Desinformationen und Propaganda reagieren. Ein verstärkter europäischer Verbund öffentlich-rechtlicher Medien und eine auf Vielsprachigkeit ausgerichtete Kommunikationspolitik der EU-Institutionen müssen dabei helfen, Bürgerinnen und Bürgern in ihren jeweiligen Mutter/Landessprachen sachliche Berichterstattung aus allen politischen Bereichen und insbesondere zur Europapolitik zukommen zu lassen.


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