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Frau Europas 2011: Irina Gruschewaja

Kampf gegen das Schweigen über Tschernobyl und für eine Zivilgesellschaft im diktatorischen Belarus

1986 – die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. In Belarus hieß das: staatliches Schweigen und Verharmlosung. Die Germanistik-Professorin Irina Gruschewaja konnte das nicht hinnehmen und gründete mit ihrem Mann die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“.

Hunderttausende Tschernobyl-Kinder unterschiedlicher Generationen kommen so bis heute auf Erholungsreisen nach Westeuropa, vor allem nach Deutschland. Die Initiative umfasst heute Projekte weit über die Kinderreisen hinaus: Jugendarbeit, Hilfe für Mädchen im Gefängnis, die wegen Bagatelldelikten aus der Gesellschaft zu fallen drohen, Hilfe für alte Menschen, die aus ihrer Heimat bei Tschernobyl in gesichtslose Plattenbauten umgepflanzt wurden und um die sich sonst keiner kümmert.

Irina Gruschewajas bürgerschaftliches Engagement vernetzt viele Tausende Menschen in Ost und West und baut auf einzigartige Weise zwischen Menschen und Menschen.

Steckbrief 

Hintergrundinformationen zum Europa-Engagement Irina Gruschewajas und organisatorische Hinweise z.B. für Vortragsanfragen stellt Ihnen unser Engagement-Steckbrief zusammen

 

Links

Bundesarbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl“

Persönliche Website von Irina Gruschewaja