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  • Letzte Aktualisierung: 28.07.2016 GMT
gemeinnützige Organisationen, Vereine, Wirtschaft

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG: WfbM)

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG: WfbM) ist der freiwillige und bundesweite Zusammenschluss der Träger aller Einrichtungen, die Menschen die Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft ermöglichen, welche sich ihr Leben aufgrund ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder durch Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sichern können.

Der Verband dient seinen Mitgliedern mit Beratung und Interessenvertretung in allen fachlichen und politischen Angelegenheiten.
Die BAG WfbM ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Sie wurde am 18. Juni 1975 in Bonn gegründet. Ihr Sitz ist seit 1985 in Frankfurt am Main.

Bundesweit gibt es rund 700 anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen mit insgesamt fast 2.600 Betriebsstätten. Mit ihrem Know-how ermöglichen sie ca. 297.000 Menschen mit Behinderung, am Arbeitsleben teilzuhaben. Knapp 33.000 davon sind zu ihrer beruflichen Bildung im Berufsbildungsbereich, etwa 250.000 zu ihrer Arbeits- und Berufsförderung im sogenannten Arbeitsbereich. Etwa 15.000 sind so schwer behindert, dass sie einer besonderen Betreuung, Förderung und Pflege bedürfen. 70.000 Fachkräfte unterstützen die Rehabilitation: sie leiten an, bilden aus und machen Angebote zur Förderung der Persönlichkeit.

Die Abwesenheit einer gemeinsamen Sozialpolitik auf europäischer Ebene verhindert nicht, dass die Europäische Union (EU) mit Regulierungen in anderen Politikbereichen direkten Einfluss auf die Einrichtungen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung ausübt.

Die Arbeit der Werkstätten für behinderte Menschen in Deutschland wird durch unterschiedliche Vorgaben aus der EU und das internationale Vertragswerk der Vereinten Nationen, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen entscheidend mitbestimmt.

Werkstätten stellen Dienstleistungen von allgemeinem Interesse zur Verfügung. Sie sind ein historisch gewachsener Teil der Daseinsfürsorge und fallen unter das Gemeinnützigkeitsrecht.

Auch wenn der primäre Zweck der Werkstätten eine wirtschaftliche Tätigkeit auf dem Markt zur Gewinnerzielung ausschließt, unterliegen die Werkstätten unterschiedlichen Bestimmungen der europäischen Wirtschaftsgesetzgebung, so etwa beim Arbeitsschutz, der öffentlichen Auftragsvergabe oder bei staatlichen Beihilfen.

Der Blick nach Europa und die Abschätzung der Konsequenzen europäischer Politik auf die berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung ist zentraler Bestandteil der Leistungen der BAG WfbM für ihre Mitglieder. Informationssammlung, -transfer und -austausch für und mit der Mitgliedschaft spielen neben der Bekanntmachung des deutschen Systems der beruflichen Rehabilitation in Europa eine wichtige Rolle in der Europaarbeit der BAG WfbM.

Das heute schon alltägliche Netzwerken auf europäischer Ebene ermöglicht den Austausch über nationale Grenzen hinweg. Es führt zu engen bilateralen und multilateralen Kooperationen und ist fester Bestandteil der aktiven Mitarbeit der BAG WfbM im Europäischen Dachverband der Dienstleistungsanbieter für Menschen mit Behinderung, EASPD (European Association of Service Providers for Persons with Disability, www.easpd.eu).

  • Vorsitzender: Martin Berg
  • Geschäftsführerin: Kathrin Völker
Sonnemannstraße 5
60314 Frankfurt am Main


Telefon: +49 (0)69 9433 940
Fax: +49 (0)69 9433 9425
http://www.bagwfbm.de/