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  • Letzte Aktualisierung: 09.01.2017 GMT
Bildung / Wissenschaft, gemeinnützige Organisationen, Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, Vereine

Deutscher Bundesjugendring (DBJR)

… ein starkes Netzwerk

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) ist die Arbeitsgemeinschaft von bundesweit tätigen Jugendverbänden und der Landesjugendringe. Er hat derzeit 45 Mitglieder: 24 Jugendverbände, 16 Landesjugendringe sowie 5 Anschlussverbände. Der DBJR ist damit ein starkes Netzwerk der deutschen Jugendverbände, die von ihnen selbst organisierte Lobby junger Menschen – mit klaren Forderungen und als kompetenter Gesprächspartner für Politik, Wirtschaft und Medien. In Deutschland, aber auch auf internationalem Parkett.

… in Europa und weltweit
Über den Tellerrand gucken – weltweit handeln: Der Deutsche Bundesjugend verfügt über vielfältige Kontakte zu Jugendringen in aller Welt. Er unterhält zahlreiche bilaterale Beziehungen. In der Praxis erhalten diese Partnerschaften stetig neue Impulse durch Delegationsbesuche, gemeinsame Seminare und Veranstaltungen.
Ein zentrales Beispiel für das europäische Engagement des DBJR ist das „EU-Weißbuch Jugend“ der EU-Kommission. Ziel des Papiers war es, die Erwartungen und Interessen junger Menschen in der EU zu erfassen. Damit ist jedoch nur ein erster Schritt getan: Jetzt kommt es darauf an, die Ergebnisse des Weißbuches umzusetzen und Jugendliche angemessen an der Gestaltung Europas zu beteiligen. Der Deutsches Bundesjugendring hat auf nationaler und europäischer Ebene den Weißbuchprozess aktiv begleitet und wird dies auch in Zukunft tun. Denn bis zu einem jugendgerechten Europa ist es noch ein langer Weg.

Jugendliche wollen gehört und als gleichberechtigte Gesprächspartner anerkannt werden, nur fehlen ihnen häufig die hierfür notwendigen Zugangs- und Ausdrucksmöglichkeiten. „Mitwirkung mit Wirkung“ – dieses Motto des Deutschen Bundesjugendring gilt auch für die europäische Ebene. Deshalb sind sich die Jugendorganisationen einig, dass man es nicht bei Forderungen belassen darf, sondern durch aktive Öffentlichkeitsarbeit über die Europäische Union informieren muss. Und dies gilt auch für so komplizierte Dinge wie die Europäische Verfassung.

Der DBJR informierte regelmäßig über Arbeit des Konvents und berichtet auch weiterhin über die Entwicklungen im Ratifizierungsprozess. Darüber hinaus beteiligten sich Jugendliche über den Jugendkonvent aber auch aktiv am Entstehungsprozess der Europäischen Verfassung. An der Auswahl der deutschen Teilnehmenden war der DBJR über das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit beteiligt. Aber auch auf zahlreichen Jugendkonferenzen, Seminaren und Veranstaltungen konnten junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Vorstellungen zur Europäischen Verfassung und der Gestalt des künftigen Europas formulieren.
Doch das allein reichte nicht aus. Unterstützt von einer Gruppe engagierter Jugendlicher und junger Erwachsener, stellte der DBJR einen 253-seitigen Taschenkommentar zum Konventsentwurf der Europäischen Verfassung auf die Beine. Er soll Jugendliche und Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren die Bedeutung und die Inhalte der Europäischen Ver-fassung erklären – und zwar auf eine für jeden verständliche Weise.

… gemeinsam
Zusammenarbeit zählt: Im multilateralen Bereich vertritt das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) die deutschen Jugendorganisationen. Es ist eine Arbeitsgemeinschaft vom Deutschen Bundesjugendring, der Deutschen Sportjugend und dem Ring Politischer Jugend. Das klingt kompliziert, ist aber einfach: Das DNK schafft den Brückenschlag ins Ausland. Hier läuft der Import–Export in Sachen Jugendarbeit – und das DNK ist die Schaltstelle.
Seine Aufgabe ist es, Vereinbarungen über die gemeinsame internationale Arbeit der deutschen Jugendorganisationen zu treffen. Pluralität, um mit einer starken Stimme sprechen zu können. Und das seit 1963.

Über das DNK mischt der Deutsche Bundesjugendring aktiv im Europäischen Jugendforum mit. Das Ziel des Europäischen Jugendforums ist es, durch seine Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, dem Europarat und der UN-Organisation auf Standpunkte von europäischen Jugendlichen aufmerksam zu machen.
Besonders wichtig ist dabei die so genannte Bodensee-Benelux-plus-Kooperation. Der Name sagt es: Nachdem das DNK seit Jahrzehnten mit der Schweiz und Österreich inner-halb der „Bodensee-Kooperation“ zusammen gearbeitet hatte, erweiterte sich der Kreis 1998 um die Jugendringe aus Luxemburg, den Niederlanden und Flandern. Das „plus“ sind der Irische und Britische Jugendring, die seit 2003 Mitglieder dieser regionalen Kooperation sind. Neben dem Meinungs- und Erfahrungsaustausch über die jeweiligen nationalen Projekte erarbeitet die Kooperationen gemeinsame Positionen für die Arbeit in übergeordneten Gremien wie dem Europäischen Jugendforum, dem Jugendforum der Europäischen Union oder der Entsendung von Jugenddelegierten für die Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Praktisch vor der Haustür findet sich ein weiterer Kooperationspartner des DNK: das Ostsee-Jugendforum. 1994 gegründet, arbeiten hier die nationalen und regionalen Jugend-strukturen der Ostsee-Anrainerstaaten zusammen.

… Jugend auf internationalem Parkett
Multilaterale Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Austausch. Und zwar face-to-face und nicht durch anonyme Mailinglisten. Eindrücke gewinnen statt Bilder machen – vor Ort und in Lebensgröße statt auf 17 Zoll. Denn: Fit für morgen wird die Jugend durch Kooperationen auf Augenhöhe!

  • Vorsitzende: Lisi Maier
  • Vorsitzender: Stephan Groschwitz
  • Geschäftsführer: Clara Wengert
Mühlendamm 3 D
10178 Berlin
Telefon: +49 (0)30 4004 0400
Fax: +49 (0)30 4004 0422
www.dbjr.de