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  • Letzte Aktualisierung: 28.07.2016 GMT
gemeinnützige Organisationen, Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft, Vereine

Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) nimmt Einfluss auf aktuelle rechts- und sozialpolitische Fragestellungen. Ziel ist die Förderung der Wissenschaft durch Fortentwicklung des Rechts, unter anderem auf dem Gebiet der Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau in Gesellschaft, Beruf und Familie sowie der rechtlichen Absicherung der Lebenssituation von Kindern und alten Menschen. Dazu erarbeiten Ständige und Nichtständige Kommissionen des djb Stellungnahmen und Rechtsgutachten zu aktuellen Themen. Hierzu arbeitet der djb mit anderen Vereinigungen auch auf europäischer und internationaler Ebene zusammen.

Aktivitäten

Die Mitglieder des djb profitieren von der Vernetzung und vom intensiven Wissensaustausch über gegenwärtige Rechtsfragen – etwa in überregionalen Seminaren, Vorträgen oder auf wissenschaftlichen Konferenzen. Eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen auf regionaler Ebene ermöglicht den persönlichen und beruflichen Erfahrungsaustausch. Der djb wirkt durch Stellungnahmen und die Teilnahme an Anhörungen in Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und den obersten Gerichten der Länder mit. Er wendet sich mit Anregungen und Kritik an die Parlamente, Regierungen und Verwaltungen des Bundes, der Länder und an die Institutionen der Europäischen Union sowie an die Medien. Er wird regelmäßig zu aktuellen Gesetzesvorhaben gehört.

Seit Mitte Mai 2014 ist der djb mit dem neuen Projekt „European Women Shareholders Demand Gender Equality“ europaweit aktiv. Ein gerechter Anteil der Frauen an Führungspositionen der Wirtschaft steht sowohl in Deutschland als auch in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union seit längerer Zeit auf der Tagesordnung. Der djb ist in die Offensive gegangen und will eine Auseinandersetzung über die Unternehmenskultur und Chancengleichheit von Frauen und Männern in Führungspositionen anstoßen. In elf EU-Mitgliedstaaten werden die Hauptversammlungen großer Unternehmen, darunter alle EURO STOXX 50-Index-Unternehmen, besucht und Fragen nach Frauen in Führungspositionen und nach deren Karrieremöglichkeiten gestellt.

Auf der europäischen Ebene gehören zu den Projektpartnern vier Juristinnenorganisationen EWLA (European Women Lawyers Association), EWLA Bulgarien, AFFJ (Association française des femmes juristes), der Ungarische Anwältinnenverband sowie die Finnische Handelskammer, die berät, und die Universität von Westengland. Ein weiter Projektpartner – und für Medienarbeit zuständig – ist die Hochschule Magdeburg Stendal. Die Abschlusskonferenz im Frühjahr 2016 findet unter der Ägide des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt statt.

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission gefördert und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ), dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und der Finnischen Handelskammer kofinanziert.

Veröffentlichungen

Der Verband gibt verschiedene Publikationen heraus, darunter die „Zeitschrift des Deutschen Juristinnenbundes“ (djbZ) und eine Schriftenreihe zu aktuellen frauenrechtspolitischen Fragestellungen. Das 2005 erschienene „Juristinnenlexikon“ dokumentiert die persönliche und berufliche Geschichte „früher“ Juristinnen. Auf der Internetseite des djb sind alle Arbeitsergebnisse abrufbar, daneben vermittelt sie einen Eindruck vom vielfältigen Verbandsleben. Die djb-Stellungnahmen belegen, warum und insbesondere auf welchen Gebieten es auch heute noch unbedingt notwendig ist, die Gesetzgebung im Interesse von Frauen, Kindern und älteren Menschen mit frauenspezifischem und juristisch-fachlichem Blick zu begleiten.

In Anerkennung hervorragender rechts- oder wirtschaftswissenschaftlicher Arbeiten vergibt der djb seit 2009 alle zwei Jahre den Marie Elisabeth Lüders-Wissenschaftspreis.

Geschichte des djb

Der djb kann auf fast ein Jahrhundert der aktiven Mitgestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen durch Juristinnen zurückblicken: 1914 gründeten engagierte Juristinnen in Berlin den „Deutschen Juristinnen-Verein“, der die Zulassung von Frauen zu juristischen Berufen erkämpfte, jedoch 1933 seine Arbeit einstellte. 1948 fanden sich sieben engagierte Kolleginnen zur Nachfolgeorganisation des Deutschen Juristinnen-Vereins zusammen, die heute djb heißt.

Informationen zur Mitgliedschaft und Kontakt

Jede Frau, die Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften studiert hat oder studiert, kann Mitglied werden. Die Höhe des Mitgliedsbeitrags wird von der Mitgliederversammlung festgesetzt und richtet sich nach der aktuellen Beitragsordnung. Im ersten Jahr der Mitgliedschaft (Kalenderjahr) entsteht kein Mitgliedsbeitrag („Schnuppermitgliedschaft). Im folgenden Jahr wird der reguläre Beitrag erhoben.

Alle aktuellen Informationen rund um die Arbeit des djb finden Sie auch auf Facebook und Twitter.

  • Präsidentin: Ramona Pisal
  • Geschäftsführerin: Anke Gimbal
Bundesgeschäftsstelle
Anklamer Str. 38
10115 Berlin
Telefon: +49 (0)30 44 3270 0
Fax: +49 (0)30 44 3270 22
www.djb.de