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  • Letzte Aktualisierung: 07.12.2016 GMT
Vereine, Wirtschaft

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

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Position der deutschen Versicherer zur europäischen Politik

  • Der schrittweise Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik ist dringend notwendig. Die Politik des billigen Geldes der Europäischen Zentralbank belastet die Sparer und trifft vor allem die Altersvorsorge.
  • Solvency II als eines der wichtigsten europäischen Projekte im Bereich der Finanzdienstleistungswirtschaft ist zügig und mit Augenmaß umzusetzen.
  • Provisionsbasierter Vertrieb und Honorarberatung müssen auch weiterhin nebeneinander existieren können. Die Stigmatisierung eines bestimmten Vertriebsmodells würde weder den unterschiedlich gelagerten Verbraucherinteressen noch den Besonderheiten der nationalen Versicherungsmärkte gerecht.
  • Für die Diversifizierung der Energieversorgung und die Modernisierung der europäischen Infrastruktur muss verstärkt privates Kapital mobilisiert werden. Für diese langfristigen Investitionen müssen jedoch geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Für den Datenschutz sollen einheitliche europäische Standards zu einem verantwortungsbewussten Umgang gewährleistet werden. Zugleich muss die Wirtschaft die Daten rechtssicher und den branchenspezifischen Anforderungen entsprechend nutzen können.
  • Das Modell der eigenständigen nationalen Aufsichtsbehörden zur Komplementierung der europäischen Versicherungsaufsicht muss beibehalten werden. Es braucht eine Aufsichtsstruktur, die das Geschäftsmodell Versicherungen und die nationalen Besonderheiten versteht.
  • Überstürzte Forderungen nach pauschalen Pflichtversicherungen lösen keine Probleme. Pflichtversicherungsmodelle haben etliche Nachteile. Die Traditionen in Europa sind hier sehr unterschiedlich, etablierte Lösungen sollten bewahrt werden. Prävention ist jedenfalls der beste Weg zu langfristiger Versicherbarkeit.
  • Für Daten der Versicherungsunternehmen muss ein einheitlicher Meldeweg sichergestellt werden. Die nationale Aufsichtsbehörde muss einziger Adressat der Berichterstattung der Unternehmen sein (Single Point of Entry).
  • Aufsichts- und Bilanzierungsregeln sollten nicht das langfristige Geschäftsmodell der Versicherer konterkarieren und Anreize zu Kurzfristinvestitionen geben.
  • Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung: Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth
  • Präsident: Dr. Alexander Erdland
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