Pressemitteilung

Pressemitteilung Details:

  • 08.03.2022 - 13:06 GMT

EBD Pressemitteilung | Am Internationalen Frauentag: Gewinnerin des Preis Frauen Europas 2022 steht fest

  • Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann ist „Frau Europas“ 2022. 
  • „Preis Frauen Europas“ ist Auszeichnung der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. (EBD) für ehrenamtliches Europa-Engagement von Frauen

Berlin, 08. März 2022. Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann ist Frau Europas 2022. Die Europäische Bewegung Deutschland e.V. (EBD) zeichnet die gebürtige Berlinerin für ihren unermüdlichen und leidenschaftlichen Einsatz für eine bürgernahe Europäische Union aus. 

Seit über 30 Jahren engagiert sich die ehemalige Europaabgeordnete und langjährige Vorsitzende der Europa-Union Berlin (EUB) für ein vereintes Europa unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: „Das vereinte Europa ist Garant für unser aller Leben in Frieden und Freiheit. Deshalb ist mir wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger das europäische Einigungsprojekt aktiv mitgestalten und es entschieden gegen das Gift des Nationalismus verteidigen“, so die Preisträgerin.

„Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann setzte sich in Zeiten politischen Umbruchs bereits für Europa ein, als dies noch nicht so selbstverständlich war. Ihre Leidenschaft für Europa hat ihren beruflichen Werdegang und ihr Ehrenamt geprägt, in dem sie stets für europäische Perspektiven geworben hat und sich klar für ein starkes Europa bekennt“, begründet die Präsidentin des Preis Frauen Europas, Prof. Gudrun Schmidt-Kärner, die Entscheidung der Jury, die sich einstimmig für Kaufmann entschied.

30 Jahre Engagement für Europa

Foto: Privat

Frau Dr. Kaufmanns Leben ist geprägt durch die politischen Umbrüche der jüngeren deutschen Geschichte. Geboren in Ost-Berlin promovierte sie in Japanologie und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin, bevor sie 1990 Abgeordnete der Volkskammer der DDR und danach Mitglied des Bundestages wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung zog es sie mit der ersten Gelegenheit nach Brüssel. Dort war sie zunächst ab 1991 als Abgeordnete des Europäischen Parlaments (EP) mit Beobachterstatus und ab 1999 als Europaabgeordnete für die PDS, bzw. DIE LINKE tätig. Von 2004 bis 2007 war sie Vizepräsidentin des EP. Als Mitglied des Europäischen Konvents initiierte sie maßgeblich die Aufnahme der Europäischen Bürgerinitiative in den Verfassungsentwurf 2002. Sie wurde später als bedeutende Neuerung in den Vertrag von Lissabon übernommen. Im Jahr 2009 wurde Dr. Kaufmann für ihr langjähriges Engagement für ein friedliches, soziales und demokratisches Europa mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Nach ihrem Wechsel zur SPD wurde sie von 2014 bis 2019 erneut in das Europäische Parlament gewählt.

Ihre hauptamtlichen Tätigkeiten hat Kaufmann stets mit ehrenamtlichem Engagement bei der Europa-Union Deutschland (EUD) und der EUB begleitet. Ihr Ziel: Bürgerinnen und Bürger aktiv an dem europäischen Einigungsprozess teilhaben lassen. Von 2009 bis 2021 war sie Mitglied des Präsidiums der EUD, der größten Bürgerinitiative für Europa in Deutschland, und zeitgleich Vorsitzende der EUB. Dabei liegt Kaufmann besonders die Förderung und Partizipation von Frauen am politischen Diskurs über Europa am Herzen, so brachte sie federführend die Gesprächsreihe „Frauen machen Europa“ der EUB auf den Weg. Zudem setzte sie einen Fokus auf die Mitwirkung von und den Austausch mit jungen Menschen. Als Beispiele können hierbei enge Partnerschaften mit der JEF Berlin-Brandenburg und ihrem Engagement bei der SIMEP, einer Simulation des Europäischen Parlaments im Berliner Abgeordnetenhaus, angeführt werden. In ihrem Engagement greift sie immer wieder auf ihre eigenen Erfahrungen und Netzwerke aus ihrer Tätigkeit als Europaabgeordnete zurück. Seit 2021 ist Kaufmann Ehrenvorsitzende der EUB und engagiert sich in dieser Position auch weiterhin für ein bürgernahes Europa.

„Die Ausdauer für 30 Jahre Engagement für Europa, für die Verwirklichung eines föderalen, demokratischen und rechtsstaatlichen Europas nicht allein im Hauptamt, sondern stets auch im Ehrenamt zu streiten“, kommentiert die EUD, Mitgliedsorganisation der EBD, als einen der Hauptgründe, warum Frau Dr. Kaufmann den Preis Frauen Europas 2022 verdient hat.


Pressekontakt:

Benjamin Aifa, Kommunikations- und Eventmanager
E-Mail: benjamin.aifa@netzwerk-ebd.de

Über den „Preis Frauen Europas“

Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 1991 Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Die symbolische Auszeichnung – die Preisträgerin erhält eine eigens für sie gefertigte Brosche und wird Teil eines aktiven Preisträgerinnen-Netzwerkes – soll bürgerschaftlich aktive Europäerinnen untereinander und mit den EBD-Mitgliedsorganisationen vernetzen und ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken. Der Festakt zur Preisverleihung, den die EBD gemeinsam mit der Vertretung der Europäischen Kommission organisiert, findet am 04. Mai im Rahmen der Europawoche statt. Die Brosche stiftet die Carl-Friedrich Geiger Stiftung.

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