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  • 17.01.2014 - 15:26 GMT

AdB: 2014 – das Jahr der europäischen Erinnerungskultur

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der sich im Sommer zum einhundertsten Mal jährt, ist einer der besonderen Gedenkanlässe im Jahr 2014. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) gibt seinen Mitgliedseinrichtungen mit dem Jahresthema „1914-2014 – Vom Ersten Weltkrieg zum Friedensnobelpreis für Europa“ – Aktuelle Herausforderungen für die politische Bildung Anregungen, die Angebote historisch-politischer Bildung auszubauen und die Entwicklung einer europäischen Erinnerungskultur anzuregen.

Der AdB begrüßt daher sehr, dass die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Sylvia Löhrmann, in ihrer Antrittsrede die besondere Bedeutung hervorhebt, die die Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerung hat: „Mir ist sehr wichtig, wie wir durch außerschulische Lernorte die Erinnerungskultur im Sinne politisch-historischer Bildung stärker ins Bewusstsein junger Menschen rücken können – auch über das Jahr 2014 hinaus.“
Diese Erinnerungsarbeit muss sich im Austausch mit unseren europäischen Nachbarn realisieren, da nationale Narrative und Identitäten die Sicht der Menschen auf historische Ereignisse prägen. Dies wurde in besonderer Weise deutlich, als am 17. Dezember 2013 der Bericht „On historical memory in culture and education in the European Union“ vom Culture and Education Committee des Europäischen Parlaments zurückgewiesen wurde, da es nicht gelang, einen Konsens über eine gemeinsame europäische Erinnerungsarbeit herzustellen. Politische Bildung hat die Aufgabe mitzuhelfen, nationale Erinnerungen zu gemeinsamen Erinnerungen werden zu lassen und gegenseitiges Verständnis zu wecken. Der AdB sieht hierin eine wichtige Herausforderung für die Gestaltung des europäischen Zusammenlebens.

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