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Adriana Lettrari als Woman of Europe ausgezeichnet

Nach dem Jahr 2016 nun also auch im Jahr 2017 – Adriana Lettrari wurde erneut für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Die von der Europäische Bewegung International und der European Women’s Lobby ausgelobten Auszeichnungen Women of Europe wurden gestern Abend in Brüssel verliehen. Während der deutsche Preis Frau Europas bereits auf eine über 25jährige Geschichte zurückblicken kann, wurde der Preis auf internationaler Ebene, nach einigen Jahren der Unterbrechung, nun zum zweiten Mal in Folge vergeben. Anders als der deutsche Preis, wird die internationale Auszeichnung in verschiedenen Unterkategorien verliehen. Die Organisatoren waren sich dabei einig, dass es mehr Frauen im öffentlichen Raum und in Führungspositionen bedürfe. Der Preis helfe dabei, das Engagement der Frauen in Europa hervorzuheben und weiter zu fördern.

Die Jury um EU-Kommissarin Margrethe Vestager hatte dabei in allen vier Preiskategorien keine leichte Arbeit. So unterschiedlich die EU und ihre Bürgerinnen und Bürger, so unterschiedlich auch das Engagement der Kandidatinnen auf der Shortlist.

In der Kategorie Woman in Action setzte sich Adriana Lettrari gegen zwei starke Frauen Jessica Chamba, Europäische Bewegung Frankreich und Carmen Mazijn, Europäisches Studenten Netzwerk durch. Den Preis bekam Lettrari von der Präsidentin der Europäischen Bewegung International, Eva Maydell, und der Präsidentin der European Women’s Lobby Edith Schratzberger-Vecsei überreicht.

Lettrari bedankte sich für die Wertschätzung ihrer Arbeit beim Brückenbauen zwischen den Generationen, die vollständig in zwei unterschiedlichen politischen Systemen groß wurden und der Generation, für die ein geeintes Europa der Reisefreiheit und der Einheitswährung selbstverständlich scheint.

Darüber hinaus wurden Preise in den Kategorien Woman in Youth Activism (Mina Jaf), Woman in Business (Melody Hossaini) und Woman in Power vergeben. Letztere Kategorie ging an die Hohe Vertreterin für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Federica Mogherini. Der derzeit stattfindende EU-Afrika-Gipfel verhinderte die persönliche Preisentgegennahme Mogherinis, die sich jedoch per Videobotschaft an die Festgäste wandte und sich für die Auszeichnung bedankte.

Mit vier Kategorien möchten die Organisatoren das vielfältige Engagement von Frauen auszeichnen. EU-Kommissarin Margrethe Vestager, die letztes Jahr diese Auszeichnung entgegennehmen durfte und der diesjährige Juryvorstand, berichteten von einer nach wie vor männerdominierten Politikwelt. Auf die Frage, woran es liege, dass Frauen als weniger präsenter in öffentlichen Debatten wahrgenommen werden, entgegnete die EU-Kommissarin, die in ihrem Beruf als Frau immer noch allzu oft in der Minderheit ist, dass wenn man Frauen nicht wahrnehme, man sich Gedanken über die eigene Optik, sprich die Einstellung zum Thema machen müsse. Laut Vestager müsse man nur die Augen aufmachen. Das Engagement vieler Frauen sei bereits da, die Gesellschaft müsste es nur sehen und wertschätzen.

Wertschätzung erfahren auch in Zukunft wieder engagierte Frauen aus dem Mitgliedernetzwerk der EBD. Ab Januar 2018 können die EBD-Mitgliedsorganisationen Frauen mit außerordentlichem Engagement für den Preis Frau Europas 2018 vorschlagen. Eine Jurysitzung entscheidet anschließend über die Vorschläge. Die Preisverleihung ist für Mai 2018 geplant.

Einige Impressionen der Preisverleihung am 29. November 2017 in Brüssel finden Sie hier.

Die Europäische Bewegung Deutschland vergibt seit 1991 regelmäßig den Preis Frau Europas. Seit zwei Jahren wird der Preis durch die Europäische Bewegung International auch wieder auf europäischer Ebene vergeben. Präsidentin des Preis Frauen-Netzwerks ist Prof. Gudrun Schmidt-Kärner. An der Preisverleihung nahmen seitens der EBD Vorstandsmitglied Linn Selle, Gudrun Schmidt-Kärner und der stellvertretende Generalsekretär Manuel Knapp teil.

EBD-Vorstandsmitglied Katharina Wolf kommentiert:

Katharina Wolf. Foto: EBD.

Der Preis Women of Europe setzt ein wichtiges Zeichen für das ehrenamtliche Engagement von Frauen in Europa. Ich gratuliere Adriana Lettrari ganz herzlich zur Auszeichnung als „Woman in Action“ und danke ihr dafür, das gesellschaftliche Wirken der „dritten Generation Ost“ nach der friedlichen Revolution sichtbar zu machen. Ich freue mich, dass eine junge Frau und Aktivistin aus Deutschland geehrt wird, die für das engagierte und vernetzte Einmischen der ersten gesamteuropäischen Generation in Europa steht.

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