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Allianz Kulturstiftung | Karl-Markus Gauß mit dem Jean Améry-Preis für europäische Essayistik 2018 ausgezeichnet

Mit Karl-Markus Gauß zeichnet die Jury einen Schriftsteller aus, der das grenzenlose Europa beim Wort nimmt und imaginäre Grenzen zwischen Ost und West so leicht wie kein anderer überwindet, um einen Kontinent zu erkunden, der den meisten unter uns immer noch unbekannt ist. In seinen Essays – so in seinem zuletzt bei Zsolnay erschienenen Band „Zwanzig Lewa oder tot: vier Reisen“ – setzt er mit genauem Blick, Empathie und geschliffener wie sinnlicher Sprache die „Ränder“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit, nimmt Unscheinbares in Augenschein, erkundet so kritisch wie liebevoll Wirklichkeit, ihre fortwirkenden Traditionen und Widersprüche, und zeigt dabei auf, dass der Reichtum unseres Kontinents in seiner Vielfalt liegt. Mit seiner großen Essaykunst macht er uns dieses Europa zur Heimat und steht damit in der Tradition des 1978 verstorbenen Schriftstellers Jean Améry, an den dieser Preis erinnert.

Der Jury für den Jean Améry-Preis 2018 unter Vorsitz von Robert Menasse gehörten László Földényi, Michael Krüger, Gila Lustiger und Christina Weiss an.

Der Jean Améry-Preis für europäische Essayistik zeichnet Schriftsteller für ihr Lebenswerk aus, in dem der literarische Essay einen wichtigen Platz einnimmt. Die Auszeichnung soll das öffentliche Interesse an aktuellen Themen und Formen der Essayistik verstärken und den gesellschaftlichen Diskurs befördern. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Allianz Kulturstiftung und dem Verlag Klett-Cotta vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.

 

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