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Career Coffee – Europa | Austausch zwischen Alumni des CoE und Studieninteressierten

Tief eintauchen in die EU am College of Europe? Warum es sich lohnt und was die Rahmenbedingungen sind, erklärten am 06. Dezember 2018 drei Alumni des renommierten Hochschulinstituts für postgraduierte Europastudien politisch interessierten Studierenden und Praktikant/innen. Die Europäische Bewegung Deutschland e.V. lud die Interessenten dazu ein, Informationen rund um Studieninhalte, das College-Leben, Stipendienmöglichkeiten und Berufsaussichten aus erster Hand zu erhalten. Über ihre Erfahrungen aus dem Studium und ihren Werdegang berichteten Marvin Große, Advocacy Manager bei Save the Children e.V., Jonas Roleder, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro von Gerard Ullrich im Bundestag und Arne Schneider, Referent in der Abteilung EU Flucht- und Migrationspolitik im Auswärtigen Amt.

Nach einem kurzen Einführungsfilm zum College stellten die Alumni sich und ihren Werdegang vor: Jonas Roleder erzählte vom Studiengang International Relations and Diplomacy und dem Bluebook Traineeship, welches er genauso wie einige andere Absolventen nach dem Studium angetreten hatte und bei dem er viele der College-Inhalte wieder anwenden konnte. Außerdem betonte er die tolle College-Gemeinschaft, auf die er bis heute zurückgreifen kann. Arne Schneider, der ebenfalls IRD studiert hat, berichtete, dass ihm sein Studium die Funktionsweise der EU näherbrachte, die er auch in seinem Job auf verschiedene Policy-Bereiche anwenden könne. Seine ursprünglichen Befürchtungen über eine zu elitäre Atmosphäre am Campus wurden nicht bestätigt. Marvin Große ging noch einmal auf den Studienaufbau seines Studiengangs International Relations and Diplomacy Studies ein, wo im ersten Semester ein Basisverständnis für das Thema EU-Außenpolitik geschaffen wurde und wo im zweiten Semester eine Schwerpunktsetzung stattfand – in seinem Fall waren das die EU-Asien-Beziehungen. Dabei bot das EU-China Research Centre am Brügger Campus sehr viel Expertise.

Anschließend konnten die Zuhörer/innen Fragen stellen: Viele interessierten sich für das Leben auf dem Campus, den Kontakt nach außen und die Erfahrungen innerhalb und außerhalb des Studiums. Die Alumni berichteten über das intensive Zusammenleben in den Dormitories und die nationale Diversität am Campus, wo darauf geachtet wird, dass nicht nur Deutsche oder Franzosen im gleichen Haus leben. Zudem erzählten sie von zusätzlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel den National Weeks oder den Model United Nations-Konferenzen, bei denen die Arbeit der Vereinten Nationen per Simulation durch Studierende nachgestellt wird. Viele der Professoren sind Teil der „Flying Faculty“ und kommen nur für ihre Vorlesungen ans College. In der Zwischenzeit stehen Academic Assistants den Studierenden zur Verfügung. Zudem wollten viele wissen, wie das Auswahlgespräch aussieht und welche Fragen gestellt werden. Die Referenten beschrieben das Gespräch als fair, der Fokus läge vor allem darauf zu erkennen, wie Bewerber/innen mit neuen Situationen und Fragen umgehen. Über die Berufsaussichten nach dem Studium konnten die Alumni berichten, dass viele zu einer Arbeit mit (europa-)politischem oder diplomatischem Bezug gelangen würden, nicht nur in Brüssel, sondern vor allem auch in europäischen Großstädten. Insgesamt sei das zehnmonatige Studium sehr kompakt, intensiv und eine optimale Vorbereitung auf den späteren Arbeitsalltag.

Zum Abschluss hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit ihre detaillierten Fragen in Einzelgesprächen direkt an die Referenten zu richten.