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Justiz und Inneres, Partizipation & Zivilgesellschaft

BBE | Europa-Nachrichten vom 12. April

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement veröffentlicht regelmäßig einen Europa-Newsletter. Schwerpunkt der aktuellen Mitteilung ist das Thema Zivilgesellschaft und Korruption.

Prof. Dr. Andrea Gawrich: Korruption und Demokratie

Das Verhältnis zwischen Korruption und Demokratie diskutiert Prof. Dr. Andrea Gawrich, Professorin für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dabei zeigt sie auf, dass der Blick auf den materiellen Schaden von Korruption zu kurz greift. Tatsächlich wird eine Demokratie – im Unterschied auch zu anderen politischen Systemen – durch Korruption doppelt geschädigt: »Dabei ist der immaterielle Schaden, der Vertrauensverlust, der zu einem Demokratie-Defekt führen kann, womöglich perspektivisch viel schmerzhafter als der konkrete materielle Verlust, den Korruption vielfach erzeugt.

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Sandro Mattioli: Tücken eines Forschungsprojekts zu Korruption

Sandro Mattioli, Vorsitzender des Vereins »Mafia? Nein Danke! e.V.« berichtet über Erfahrungen mit deutschen Wahrnehmungen aus einem EU-finanzierten Forschungsprojekt zum Thema Korruption. Im Unterschied zu Italien, wo Korruption als Handlung Krimineller wahrgenommen wird, ist die Sensibilität und vorherrschende Mentalität in Deutschland noch von einer verharmlosenden Sicht geprägt. Das schlug sich auch in der besonderen Schwierigkeit nieder, Unternehmen zum Mitmachen bei der Studie zu bewegen. Eine erhöhte Sensibilität ist allerdings nötig, denn: »Verfolgt werden kann Korruption von den Strafbehörden nur, wenn sie Hinweise auf Fehlverhalten und Amtsmissbrauch bekommen.«

Beitrag von Sandro Mattioli (HTML)

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Den gesamten Newsletter, unter anderem zu Antikorruptionsbewegungen in der Ukraine und Rumänien und der Europäische Bürgerinitiative, finden Sie auf der Website des BBE.

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