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  • 07.03.2012 - 10:28 GMT
  • BDA
Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz

BDA: Differenzierte Lösungen in Unternehmen der richtige Weg zu höherem Frauenanteil

Zu den heutigen Äußerungen der EU-Kommissarin Reding zur Frauenquote erklärt die BDA:
Die von EU-Kommissarin Reding ins Spiel gebrachte gesetzliche Quote für Frauen in Führungspositionen ignoriert die Realität in den einzelnen Branchen und Betrieben. Differenzierte und unternehmensspezifische Lösungen sind der einzig richtige Weg, um den Frauenanteil in Belegschaften und Führungspositionen zu erhöhen.

Es ist unstrittig, dass es bislang zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Die Unternehmen in Deutschland haben aber vielfältige Maßnahmen ergriffen, um den beruflichen Aufstieg von Frauen zu erleichtern und den Frauenanteil in der Belegschaft und in Führungspositionen zu erhöhen.

Deutliche Erfolge zeichnen sich bereits ab. In den 200 größten Unternehmen Deutschlands ist der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten allein im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent gestiegen. Im März 2011 haben die DAX-30-Unternehmen eine Selbstverpflichtung abgegeben, spezifische und differenzierte Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils in der Belegschaft und in Führungspositionen zu definieren. Die Maßnahmen der Unternehmen müssen aber durch den zügigen Ausbau der Kinderbetreuung flankiert werden, damit Beruf und Familie besser vereinbar sind.

Es darf nicht sein, dass letztlich das Geschlecht und nicht die Eignung bei der Besetzung von Führungspositionen entscheidet. Auch der Europäische Gerichtshof hat mit seiner Rechtsprechung deutlich gemacht, dass eine starre Quotenregelung nicht mit der europäischen Gleichbehandlungsrichtlinie vereinbar ist.