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BDA | Nach Brexit: Reformen in Europa voranbringen

Zum Ausgang des britischen EU-Referendums erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (BDA):

„Die Entscheidung der britischen Bevölkerung wird fatale politische und ökonomische Auswirkungen gerade für Großbritannien haben, aber auch Europa insgesamt betreffen. Umso mehr ist es nun unsere Pflicht und Verantwortung, alles zu tun, um die EU zusammenzuhalten und ihren Kern zu stärken. Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen schnell die dringend erforderlichen Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Fairness im EU-Binnenmarkt in Angriff nehmen. Wichtige Handelsabkommen wie TTIP müssen zügig zum Abschluss gebracht werden. Das durch diese notwendigen Schritte zu erwartende Wirtschaftswachstum und die höhere Beschäftigung werden allen EU-Bürgern zugutekommen.

Außerdem muss die EU die Integration in Schlüsselbereichen wie der Außen- und Sicherheitspolitik weiter vorantreiben, um ihr Gewicht in der Weltpolitik zu erhöhen. Dazu gehört auch die Einführung von Mehrheitsentscheidungen im Europäischen Rat. Gleichzeitig sollte die EU sich in den kleinen Fragen zurückhalten und den Staaten bürgernahe Kompetenz belassen: Groß im Großen und klein im Kleinen, muss die Devise sein. Der gemeinsame Motor der deutsch-französischen Zusammenarbeit muss als europäische Initiative gestärkt werden. In dieser Frage sind wir uns mit unserem französischen Partnerverband MEDEF einig.“