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Wirtschaft und Finanzen

BdB | Mehr Finanzmarktstabilität durch internationale Regeln

Die deutschen Banken und deren Aufseher haben vor einer Rückkehr zu nationalen Regeln für die Finanzbranche gewarnt. „Renationalisierung von Regulierung, Renationalisierung von Aufsicht kann nicht die Antwort sein. Das hilft weder den Banken noch trägt es zur Stabilität des Finanzsystems bei“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Michael Kemmer, heute auf der Konferenz „Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise – lessons learnt?“. Zu diesem „Gespräch am Finanzplatz“ hatte der Verband in Kooperation mit dem Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) und dem Center for Financial Studies (CFS) eingeladen.

Der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber, heute Präsident des Verwaltungsrats der Schweizer Großbank UBS, erklärte, die Verwerfungen der Jahre 2007/2008 seien mitnichten alle aufgearbeitet: „Wir sind mitten in der Phase der Krisenlösung.“ Auch Elke König, Chefin der europäischen Bankenabwicklungsbehörde SRB, betonte: „Wir haben noch viele Hausaufgaben zu erledigen.“ Insgesamt sieht sie die Branche heute aber deutlich besser aufgestellt. Bankenpräsident Hans-Walter Peters hob mit Blick auf die Veranstaltung hervor, dass gerade die Finanzmarktregulierung der letzten Jahre gezeigt habe, „dass nur koordiniertes politisches Handeln die Krise bewältigen konnte“. Vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg erinnerte er daran, dass zahlreiche Reformen und Regulierungen seit dem erstem G20-Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs Ende 2008 in internationaler Abstimmung erfolgreich auf den Weg gebracht worden seien. Peters: „Internationale Koordinierung macht Finanzmärkte stabiler.“

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