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  • 28.06.2010 - 12:53 GMT
  • BDI
Wirtschaft & Finanzen

BDI: „Die EU muss notfalls alleine vorausgehen“

Sollte es auf dem G20-Gipfel in Toronto keinen gemeinsamen Beschluss zur Finanzmarktregulierung geben, muss die EU alleine vorausgehen. Das sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel dem Deutschlandfunk am Freitagmorgen.

Dieses Jahr entsendet jedes G20-Land zum G20-Gipfel in Toronto zwei ausgewählte Wirtschaftsvertreter. Auf Vorschlag der Bundesregierung werden BDI-Präsident Hans-Peter Keitel und Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses für die deutsche Wirtschaft nach Toronto reisen.
Keitel forderte, alle Finanzgeschäfte, die nicht durch die Realwirtschaft unterlegt sind, zu regulieren oder teilweise zu verbieten.
Sollte es auf dem G20-Gipfel keine Einigung für eine Finanzmarktregulierung geben, so müssten einige Länder vorangehen. "Wenn wir es nicht schaffen, global diese Dinge jetzt umzusetzen, dann müssen wir vorausgehen und versuchen, hierfür Partner und Verständnis zu gewinnen", mahnte Keitel. "Ich halte das für wichtig, dass wir jetzt zu einem Ordnungsrahmen kommen."
Keitel erklärte, die europäische Wirtschaft insgesamt wolle das für die Krise verantwortliche Investitions- und Subventionsprogramm jetzt mit Augenmaß wieder zurückführen.
Für eine engere Abstimmung der europäischen Wirtschaftspolitik zeigte sich Keitel offen. "Wenn wir das mit Augenmaß tun, nämlich nicht im Sinne einer gesamten Regierung, sondern indem wir uns vernünftig abstimmen, dann halte ich das für richtig." Eine Wirtschaftsregierung lehne er jedoch nach wie vor ab.
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