Aktuelles > BDI | Gemeinsame Erklärung mit Confindustria: „Der Brennerkorridor droht als Lebensader des EU-Binnenmarkts immer weiter zu verengen“

Artikel Details:

BDI | Gemeinsame Erklärung mit Confindustria: „Der Brennerkorridor droht als Lebensader des EU-Binnenmarkts immer weiter zu verengen“

Zur gemeinsamen Erklärung von BDI und der italienischen Confindustria zur Bedeutung des freien Warenverkehrs über die Brennerachse und leistungsfähiger Verkehrsinfrastrukturen in Europa erklärt BDI-Präsident Dieter Kempf: „Der Brennerkorridor droht als Lebensader des EU-Binnenmarkts immer weiter zu verengen“

  • „Der Brennerkorridor droht als Lebensader des EU-Binnenmarkts durch einseitige Beschränkungen wie Fahrverbote und Blockabfertigungen immer weiter zu verengen. Jede unverhältnismäßige Einschränkung der Waren- und Dienstleistungsfreiheit am Brenner bringt Europa Wertschöpfungsverluste. Neben den kontinentalen Warenströmen leiden darunter besonders die Unternehmen der eng miteinander verknüpften deutschen und italienischen Wirtschaft.
  • Die italienische und deutsche Wirtschaft fordern ihre Regierungen auf, gemeinsam mit dem österreichischen Nachbarn tragfähige Lösungen für den Konflikt um den Lkw-Verkehr über den Brenner zu finden. Eine leistungsfähige Schienen-Alternative für den langlaufenden Gütertransport wird frühestens in den 2030-Jahren zur Verfügung stehen. Erforderlich sind heute attraktive Verkehrsangebote für den Güterverkehr, für welche die Politik die Weichen stellen muss. Die Brennerachse hat das Potenzial, zu einem europäischen Vorreiter für Innovationen im Güterverkehr und umweltfreundliche Fahrzeugtechnologien zu werden. Nationale Alleingänge und Verbote würden in die Sackgasse führen.
  • Die Corona-Krise hat gezeigt, dass der EU-Binnenmarkt nur so leistungsfähig ist, wie der freie Verkehr von Gütern und Personen. Verkehrsbeschränkungen dürfen nicht dazu führen, dass die über den Kontinent gespannten Lieferketten einen Kollaps erleiden. Jeder Verlust an Versorgungssicherheit würde die europäische Wirtschaft jetzt in Mark und Bein treffen.“

Die gemeinsame Erklärung finden Sie hier.

keine Kommentare

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Abbrechen