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BDI: Internationale Klimapolitik muss ambitioniert bleiben

„Die deutsche Industrie fordert ein rechtlich verbindliches internationales Abkommen auf der bevorstehenden Weltklimakonferenz in Durban.“ Das sagte Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), auf der BDI-Pre-Durban-Konferenz am Dienstag in Berlin.

„Die deutsche Industrie setzt sich für eine ehrgeizige internationale Klimapolitik ein. Die Kosten von Nicht-Handeln wären für alle Nationen deutlich höher“, betonte Kerber. Die Industrie sei prinzipiell bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und den Treibhausgas-Ausstoß weiter zu vermindern. Seit 1990 hat Deutschland den Ausstoß dieser Gase um rund 25 Prozent gesenkt.

Überproportionale Belastungen für die Unternehmen in Deutschland und der EU seien inakzeptabel. „Die EU darf sich nicht einseitig zu weiteren Zielen verpflichten, solange große Emittenten wie China und die USA nicht mitziehen“, unterstrich Kerber. „Sonst besteht die Gefahr, dass sich andere große Volkswirtschaften über Jahre wieder zurücklehnen – auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.“

In ein neues Klimaabkommen sind nach Ansicht des BDI alle großen Emittenten einzubeziehen. Für alle Industrieländer sollten vergleichbare verbindliche absolute Minderungsziele gelten.

An der BDI-Pre-Durban-Konferenz nehmen mehr als 200 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil, unter anderem Bundesumweltminister Norbert Röttgen und BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber. Die Weltklimakonferenz beginnt im November in Durban in Südafrika. Sie soll über ein internationales Abkommen entscheiden, das ab 2013 das seit 2005 geltende Kyoto-Protokoll ablösen soll.

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