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  • 03.02.2011 - 09:11 GMT
  • BDI
Wirtschaft & Finanzen

BDI: Wirtschaftspolitiken stärker miteinander abstimmen

BDI-Präsident Keitel warnt vor die Kredite des Rettungsschirm an einzelnen Ländern, die die politische und wirtschaftliche Stabilität der Eurozone riskieren können.

„Die Länder der Eurozone müssen ihre Wirtschaftspolitiken stärker abstimmen. Entscheidend ist, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen.“
„Eine zentralistische Lenkung der Wirtschaftspolitik in Europa lehnen wir ab.“ Das sagte BDI-Präsident Keitel am Mittwoch im Vorfeld des EU-Gipfels.
„Die deutsche Industrie setzt sich ein für einen ‚Pakt für Wettbewerbsfähigkeit’, der die Stabilität des Euro sichert. Alle Euro-Staaten müssen sich an den jeweils Besten und nicht am Durchschnitt orientieren“, unterstrich Keitel. „Sonst spielt ganz Europa wirtschaftlich zukünftig nur noch in der zweiten Liga.“
Die Eigenverantwortung der Euro-Länder für die Sanierung ihrer Staatshaushalte müsse größer werden, betonte Keitel. Der Vorschlag, einzelnen Ländern durch den Rettungsschirm zusätzliche Kredite für den Ankauf von Staatsanleihen zur Verfügung zu stellen, vergemeinschafte Altschulden: „Instrumente, die Schulden auf die Euro-Gemeinschaft abwälzen, setzen gefährliche Fehlanreize. Sie würden die wirtschaftliche und politische Stabilität der gesamten Eurozone riskieren.“
Zudem sei Deutschland trotz seiner relativ starken Position überfordert, den Rest der Eurozone zu retten, erklärte der BDI-Präsident. Alle von Deutschland garantierten Kredite des Rettungsschirms an Griechenland und Irland würden bei der Schuldenberechnung im Stabilitäts- und Wachstumspakt angerechnet.

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