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  • 11.11.2010 - 09:46 GMT
  • BDI
Wirtschaft und Finanzen

BDI zur Energie-Strategie 2020 der EU-Kommission

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert Kosteneffizienz, schnellere Genehmigungen für den Netzausbau und mehr Mittel für die Energieforschung

"Höhere Kosteneffizienz, schnellere Genehmigungen für den Netzausbau und mehr Mittel für die Energieforschung – das sind für die Industrie die richtigen Schwerpunkte der EU-Energie-Strategie." So kommentierte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf das heute von der EU-Kommission beschlossene Papier zur europäischen Energiepolitik.
"Mehr Energieeffizienz erreichen wir nur, wenn auch die Kosteneffizienz prioritär bleibt. Eine hohe Kosteneffizienz heißt, auf zusätzliche Bürokratie und staatlichen Dirigismus zu verzichten", betonte Schnappauf. Neue bürokratische Anforderungen aus Brüssel dürften die Erreichung der Energieziele für die Industrie nicht verteuern. Ein eigenes Steuererhebungsrecht der EU lehnt die Industrie ab.
"Mit der Ankündigung, die Genehmigungsverfahren beim Netzausbau von heute zehn und mehr Jahren auf künftig fünf Jahre zu verkürzen, setzt die EU-Kommission ein richtiges Zeichen", unterstrich Schnappauf. Der Bau von tausenden Kilometern neuer Leitungen sei notwendig, um die erneuerbaren Energien zu den Verbrauchern zu transportieren.
Zu Recht fordere die EU-Kommission, die Energieforschung zu intensivieren. Hierbei habe Deutschland Nachholbedarf. "In Zeiten knapper Kassen müssen wir solche Technologien fördern, die für die deutsche Industrie von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind", unterstrich Schnappauf. Dazu gehörten Energietechnologien wie etwa Batterietechniken in der Elektromobilität, intelligente Stromnetze und die Offshore-Windenergie: "Ziel ist es, mit diesen Technologien beispielsweise Quantensprünge bei den Kosten zu erreichen."