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  • 06.10.2011 - 08:12 GMT
  • BDI
Wirtschaft & Finanzen

BDI zur Griechenland-Reise von Bundeswirtschaftsminister Rösler

Nur eine starke Realwirtschaft schafft echte Zukunftsperspektiven

"Nur mit einer starken Realwirtschaft wird Griechenland aus der Krise herauskommen. Nur eine wettbewerbsfähige Privatwirtschaft schafft echte Perspektiven für die Zukunft des Landes. Sparen ohne realwirtschaftliches Wachstum allein löst die Probleme nicht." Das erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Mittwoch in Berlin anlässlich der am Donnerstag beginnenden Reise von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler mit Vertretern deutscher Unternehmen nach Griechenland.
"Die deutsche Wirtschaft ist bereit zu investieren", sagte Kerber. Das zeige die starke Beteiligung deutscher Unternehmer an der Reise. "Zentrale Aufgabe der griechischen Regierung ist es, die Rahmenbedingungen für Investitionen attraktiv zu gestalten", unterstrich der BDI-Hauptgeschäftsführer.
Wichtig seien vor allem strukturelle Veränderungen. Griechenland müsse Bürokratie abbauen, Marktzutrittsschranken beseitigen und sein Privatisierungsprogramm zügig umsetzen. Kerber: "Neues Vertrauen wird nur wachsen, wenn es gelingt, ungelöste Problemfälle der Vergangenheit umgehend und zufriedenstellend zu lösen."
Der BDI ist bereits seit März 2010 in einem intensiven Dialog mit griechischen Regierungsvertretern, dem griechischen Unternehmerverband SEV und der deutsch-griechischen Kammer. Ziel dieses Dialogs ist es, Griechenland beizuspringen und gemeinsam Rahmenbedingungen zu definieren, die langfristige Investitionen erlauben.

"Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wenn die griechische Verwaltung effizienter und transparenter wird, dann können ausländische – auch deutsche – Unternehmen in Griechenland erfolgreich investieren", sagte Kerber. Die griechischen Unternehmer müssten sich als wahre Patrioten bewähren und in ihrem eigenen Land mit gutem Beispiel vorangehen. "Der BDI wird sein Engagement fortführen und Griechenland bei einer realwirtschaftlichen Zukunftskonzeption mit Expertise unterstützen."

Informationen zu den deutsch-griechischen Handelsbeziehungen: Deutschland ist traditionell der wichtigste Handelspartner Griechenlands. Deutschland war 2010 das wichtigste Abnehmerland griechischer Produkte mit einem Anteil von 10,9 Prozent (Platz zwei: Italien mit 10,8 Prozent). Die deutschen Lieferungen hatten einen Anteil an griechischen Importen von 10,5 Prozent (Italien auf Rang zwei mit 9,8 Prozent). Griechische Produkte liegen bei den deutschen Importen an 45. Stelle mit einem Wert von 1,9 Mrd. Euro und einem Anteil an der Gesamteinfuhr von 0,24 Prozent. Bei den Exporten belegt Griechenland Platz 33, 0,61 Prozent der deutschen Exporte (Wert: 5,85 Mrd. Euro) gehen dorthin.

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