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Bertelsmann Stiftung | Die Reform des Euroraums und die öffentliche Meinung in Europa

Ein europäischer Finanzminister mit eigenem Budget?

Anna auf dem Brinke, Katharina Gnath und Philipp Ständer analysieren die Haltungen der jungen Generation und ziehen daraus Schlüsse für die Politik.

eupinions Policy Brief 2016/01: What Millennials Think about the Future of the EU and the Euro

Das Brexit-Referendum im Juni 2016 hat gezeigt, dass junge Wähler deutlich pro-europäischer sind als ihre älteren Mitbürger. Die Unterschiede zwischen den Alten und Jungen im Hinblick auf ihre Unterstützung zur Europäischen Union lässt sich für alle 28 Mitgliedsstaaten feststellen. Unsere Analyse zeigt aber auch, dass das Engagement der Millenniums-Generation aus mehreren Gründen auf dünnem Eis steht:

  • Die pro-europäischen Grundhaltung der jungen Generation lässt sich nicht so einfach in Wähler-Stimmen umwandeln.
  • Ältere „Millennials“, die frisch ins Berufsleben gestartet sind, sind von der Währungsunion und dem Euro enttäuscht. Ihre Unterstützung für den Euro ist deutlich geringer als für die EU.
  • Und: Europas Millenniums-Generation wird nicht die treibende Kraft sein, wenn es darum geht, Wirtschaftsreformen in der Eurozone anzustoßen. Im Durchschnitt scheinen die Jugendlichen weit weniger besorgt über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu sein als ihre älteren Mitbürger.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass junge Europäerinnen und Europäer nicht automatisch eine starke und zuverlässige Basis sind, auf die die Politik zählen kann. Wenn die politischen Entscheidungsträger in Europa jedoch überzeugende und konsequente Pläne für die Zukunft der Eurozone und der EU präsentieren, können sie die starke pro-europäische Stimmung der Millennials nutzen.

Das vorliegende eupinions Policy Brief 2016/01 ist Teil eines größeren Forschungsprojekts der Bertelsmann Stiftung und des Jacques Delors Instituts – Berlin. Weitere Informationen zu ihrer Arbeit zur Zukunft der Eurozone finden Sie auf www.strengthentheeuro.eu.

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