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Bürgermedien für interkulturellen und politischen Dialog | Auswärtiges Amt fördert Projekt des Bürgerhaus Bennohaus in Kiew

In der ukrainischen Gesellschaft findet zur Zeit ein fundamentaler Wandel statt, bei dem zum ersten Mal zivilgesellschaftliches Engagement und politische Partizipation im Fokus aller Generationen stehen.

Um diesen Wandel zu unterstützen, reisten in den vergangenen Wochen, im Auftrag und gefördert durch das Auswärtige Amt, Mitarbeiter des Arbeitskreises Ostviertel, dem Trägerverein des Bürgerhauses Bennohaus Münster, nach Kiew.

In Kooperation mit dem Forum Ukrainischer Journalisten, dem Institut für Journalismus, der Tara-Schewtschenko Universität in Kiew, dem Offenen Kanal Ludwigshafen, dem Bundesverband der Bürger- und Ausbildungsmedien sowie dem internationalen Netzwerkverein European Youth4Media Network e.V. werden Journalisten und Studenten qualifiziert. Sie sollen zu Multiplikatoren im Bereich der neuen Medien ausgebildet werden. Weitere Ziele des Projektes sind der Aufbau zivilgesellschaftlicher Infrastrukturen und ein Netzwerk von Medienzentren und Nichtregierungsorganisationen nach dem Vorbild Bennohaus.

Der erste Teil des Projektes vom 19. und 25. Juni begann mit einer Auftaktkonferenz in der Universität in Kiew, wo das dreiteilige Projekt 80 Medienvertretern vorgestellt wurde.

Anschließend fanden in einem ersten Schritt modular aufgebaute Seminare statt, in denen zwanzig ausgesuchte Journalisten und Studenten aus der West- und Ostukraine in crossmedialen Arbeitsweisen unterrichtet wurden. Es entstanden zwei Filmprodukte zum Thema „Bürgermedien in der Ukraine“, eine Projektdokumentation sowie ein Web-Auftritt, der später zu einer Web-TV-Plattform weiterentwickelt werden soll. Während der Arbeit lernten Trainer und Teilnehmer die Kultur und das Leben der Menschen in der Ukraine kennen.

Die Konferenz, das Seminar und die Ergebnisse des Projektes stießen auf rege Resonanz bei den ukrainischen Medien. Der Projektleiter und Geschäftsführer des Bennohauses, Dr. Musholt, und sein Kooperationspartner Dr. Ressmann vom OK Ludwigshafen gaben verschiedenen nationalen und regionalen Fernsehsendern Informationen zu den Zielen des Projektes.

Bei der Abreise wurde den ukrainischen Partnern technisches Equipment zur Verfügung gestellt, um weitere Videoproduktionen zu erstellen. Die Ergebnisse werden in der zweiten Projektphase jeweils im Oktober in Münster und Ludwigshafen präsentiert, wo zehn ausgewählte ukrainische Multiplikatoren zu Medientrainern ausgebildet werden. Im November finden dann in Kiew Abschlussseminare und eine Konferenz statt, bei denen die Endergebnisse des Projektes vorgestellt und Medienstützpunkte in Kiew und Luzk eröffnet werden.