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  • 07.06.2012 - 09:56 GMT

Bulgarische Hühnerfarmen erfüllen Tierschutznormen der Europäischen Kommission

VIER PFOTEN begrüßt diesen Schritt und fordert Kennzeichnung versteckter Käfig-Eier. Miroslav Naydenov, Bulgariens Minister für Landwirtschaft und Ernährung hat am vergangenen Montag anlässlich seines Besuchs in der Stadt Veliko Tarnovo verkündet, dass das Land alle Anforderungen der Europäischen Kommission in Bezug auf den Schutz von Legehennen erfülle.

Bulgarien habe es laut Naydenov geschafft, die von der Europäischen Kommission festgesetzte Frist von Ende Juni zu erfüllen und müsse daher mit keinerlei Sanktionen rechnen. „Ab Montag werden alle Geflügelfarmen in Bulgarien glückliche Hühner halten, und wir haben die Frist schon vor deren Ablauf eingehalten“, so der Landwirtschaftsminister.

Bulgarien erfüllt die Auflagen des Verbots konventioneller Käfige mit fünfmonatiger Verzögerung. Dennoch begrüßt VIER PFOTEN diesen zwar späten, aber notwendigen Schritt. „Der Abbau der illegalen Käfige ist ein langsamer Prozess, aber es ist gut, dass sich Fortschritte abzeichnen“, betont Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. „In den kommenden Wochen wird VIER PFOTEN die Aussage des Ministers auf dessen Wahrheitsgehalt hin überprüfen“ so Paun weiter.

Seit 1. Januar 2012 sind konventionelle Käfige für Legehennen in allen europäischen Mitgliedsstaaten verboten. Nur so genannte „ausgestaltete Käfige“ sind noch erlaubt. Nach Recherchen von VIER PFOTEN hatte sich jedoch herausgestellt, dass zum damaligen Zeitpunkt immer noch 12 Mitgliedsstaaten illegale Käfige in Verwendung hatten und damit nicht der EU-Richtlinie zum Schutz von Legehennen entsprachen. Am 26. Januar 2012 hatte die Europäische Kommission mit Vertragsverletzungsverfahren gegen die säumigen Staaten begonnen.

Nachdem nun Bulgarien die Einhaltung der Tierschutznormen verkündet hat, sind es immer noch neun Mitgliedsstaaten, die nach wie vor illegale Käfige einsetzen: Italien, Belgien, Zypern, Griechenland, Ungarn, Polen, Portugal, Spanien und die Niederlande. Viele illegale Käfigeier landen in verarbeiteten Produkten wie Nudeln, Mayonnaise, Süßigkeiten oder Eierlikör. „Die EU-Richtlinie zum Schutz von Legehennen muss sofort durchgesetzt werden, und das Kennzeichnungssystem sollte erweitert werden, um deutlich zu machen, welche verarbeiteten Produkte versteckte Käfigeier enthalten“, fordert Gabriel Paun.

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