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Caritas | Aufnahme von Geflüchteten: für alle, die Moria entkommen, eine gute Nachricht – aber noch lange keine Lösung

Die Ankündigung der Spitzen der Großen Koalition, etwa 1.550 geflüchtete Menschen aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria in Deutschland aufzunehmen, kommentiert Caritas-Präsident Peter Neher wie folgt:

„Deutschland will 1.550 geflüchtete Menschen aus Moria aufnehmen. Für jede Einzelne und jeden Einzelnen, der dadurch der Hölle von Moria entkommen kann, ist es eine gute Nachricht und 1.550 ist natürlich besser als 150.

Aber noch gibt es keinen Frieden in Afghanistan und Syrien, und noch betrachtet die europäische Politik Geflüchtete auf den griechischen Inseln wie lästige Eindringlinge, die keiner haben will. Solange das so ist und solange Zehntausende Menschen in unwürdigen Bedingungen ausharren, kann diese Aufnahme nicht „genug“ sein.

Wir wissen um die Diskussion um den sogenannten „Pull-Effekt“. Aber: In Europa leben wir vergleichsweise gut und in Frieden, in ganz vielen anderen Ländern ist das mitnichten der Fall und in einer globalisierten Welt weiß man um dieses Gefälle. Daraus entsteht der Pull-Effekt und nicht daraus, dass man Menschen in Not hilft.“

Mehr Informationen:
Offener Brief von 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (11.09.2020)

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