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Wirtschaft & Finanzen

cep | EU-Industriepolitik: cep fordert Abkehr von Klein-Klein

Berlin/Freiburg/Rom/Paris. Nach der Europawahl muss die Kommission die Industriepolitik der EU neu justieren. Das Centrum für Europäische Politik (cep) fordert Brüssel auf, Regulierungen zu reduzieren und wieder mehr Vertrauen in die freie Marktwirtschaft zu setzen.

„Die EU darf sich industriepolitisch nicht länger im Klein-Klein verzetteln, sondern muss sich auf die zentrale strategische Herausforderung fokussieren: Europas Industrie auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und ihre Wettbewerbsfähigkeit abzusichern“, sagt cep-Ökonom André Wolf. Der Forscher hat sich in seiner jüngsten Studie mit den notwendigen Änderungen der EU-Industriepolitik befasst.

Damit das gelingt, muss die Kommission laut Wolf ihre paternalistische Grundhaltung über Bord werfen und wieder mehr Mut zu Vertrauen in Unternehmer, Konsumenten und Marktkräfte aufbringen. „Nach der Wahl sollte das gesamte industriepolitisch relevante EU-Regelwerk im Hinblick auf seine Konsistenz und Anreizkonformität überprüft und möglichst zu wenigen zielgerichteten Instrumenten verschlankt werden“, sagt der cep-Forscher.

Zu diesen Instrumenten zählen nach Ansicht Wolfs die gezielte Unterstützung der Dekarbonisierung durch CCfDs, die Förderung grüner Leitmärkte, Anreize zur Intensivierung der F&E-Zusammenarbeit, die Steigerung der Attraktivität der EU für globale Talente und die Intensivierung strategischer Handelspartnerschaften mit Drittstaaten.

Die Studie ist Teil 2 der achtteiligen cep-Network-Serie zur Europawahl.

cepInput Spezial: The Quest for a Future-Proof EU Industrial Policy