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Landwirtschaft & Fischerei, Umweltpolitik

cep | Schutzgebiete sollen Biodiversität in der EU befördern

Als wesentlichen Baustein des europäischen Green Deals will die EU-Kommission ein Programm zum Schutz der kontinentalen Biodiversität auflegen. Eine cepAnalyse bewertet die geplanten Maßnahmen.

Menschen sind auf eine intakte Natur und die Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten angewiesen. Marktmechanismen allein können den Schutz der Biodiversität nicht gewährleisten, weswegen ordnungspolitische Maßnahmen gerechtfertigt sind. Dabei können EU-weite Kriterien zur Klassifizierung von Schutzgebieten für ein vergleichbares Schutzniveau zwischen den Mitgliedstaaten sorgen. Zugleich müssen EU-Vorgaben einen Ausgleich zwischen Umweltschutz einerseits und sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen andererseits schaffen.

Mit der Ausweitung von Schutzgebieten und der Beförderung des Biolandwirtschaft findet die Kommission konkrete Ansatzpunkte, die bis 2030 für den Erhalt und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in Europa sorgen sollen. Konkretisieren muss die Kommission allerdings ihr bislang zu vages Konzept des ökologischen Landbaus. Statt willkürlicher Zielmarken zu setzen, sollten Maßnahmen auf wissenschaftlichen Studien zu Umwelt- und Wirtschaftsaspekten basieren.

Auch wenn der Biodiversität kein exakter wirtschaftlicher Wert zugeordnet werden kann, sollte die Kommission marktbasierte Instrumente stärker in Betracht ziehen. Diese stoßen zusätzlich einen kostengünstigen Prozess an, der die Leistungen von Ökosystemen z.B. bei der Nahrungsmittelerzeugung, die aktuell kostenlos sind, sichtbar macht.

Die cepAnalyse finden Sie hier.

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