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cep | Zwischen Freihandel und Finanzmacht: cep warnt EU vor Protektionismus

Krisen und Zäsuren zeigen der Europäischen Union immer mehr die Grenzen eigener Handlungsfähigkeit auf. Die EU-Kommission strebt deshalb mit „offener strategischer Autonomie“ eine selbstbewusstere Rolle Europas in der Welt an. Das Centrum für Europäische Politik (cep) hat diesen Plan kritisch analysiert.

„Das Ziel der Kommission darf nicht zu einer protektionistischen Politik führen, da die Nettogewinne einer offenen Wirtschaft enorm sind“, sagt der Pariser cep-Experte Victor Warhem, der die Analyse mit verfasst hat. Die Zusage der Kommission, sich weiterhin für einen offenen Handel einzusetzen, sei daher „von großer Bedeutung“, betont der französische Wirtschaftswissenschaftler.

Nach Ansicht von Warhem ist das internationale Ansehen und die Stärke des Euro eine marktbedingte Folge – und nicht, wie Brüssel behauptet, eine Voraussetzung der wirtschaftlichen und politischen Macht der EU. Der cep-Experte fordert die EU auf, sich aus der Umklammerung Dritter zu lösen: „Aus Gründen der Finanzstabilität sollte die Abhängigkeit der EU von zentralen Gegenparteien aus Drittländern verringert werden“, sagt Warhem.

Laut Warhem hat vor allem die Corona-Pandemie Europa mit Lieferengpässen bei Schutzmasken und Impfstoffen Grenzen aufgezeigt: Grenzen im Inneren, Grenzen der Handlungsfähigkeit und Grenzen der eigenen Souveränität.

cepAnalyse: Offenheit, Stärke und Resilienz

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