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Deutsche Bank: Unternehmensanleihen in Europa: Wo stehen wir und wohin geht die Reise?

Der Markt für Unternehmensanleihen in Europa erfährt gegenwärtig mehr Aufmerksamkeit. In der Folge der Finanzkrise haben die europäischen Unternehmen begonnen, sich stärker direkt über die Kapitalmärkte zu finanzieren: Das Emissionsvolumen von Unternehmensanleihen ist gestiegen, und die Renditen sind gesunken. Während diese Entwicklung den europäischen Unternehmen derzeit kostengünstige externe Finanzierungsmöglichkeiten bietet, stellt sie für die Anleger auch eine Herausforderung dar.

Das beachtliche Wachstum der Anleihemärkte deutet auf strukturelle Veränderungen in der Unternehmensfinanzierung in Europa hin. Die noch immer spürbaren Auswirkungen der Finanzkrise und neue regulatorische  Anforderungen schränken in einigen Ländern die Verfügbarkeit von Bankkrediten ein. Daher wenden sich die Unternehmen verstärkt den Anleihemärkten zu. Dabei bestehen allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Kernstaaten und der Peripherie des Euro-Währungsraums.
Hohe Nachfrage von Seiten der Anleger treibt das Emissionsvolumen bei Unternehmensanleihen in die Höhe. Während die Tatsache, dass Banken für ihre Refinanzierung nahezu dieselben oder sogar höhere Zinsen als ihre Kunden aufbringen müssen, dem Markt für Unternehmensanleihen zweifellos Impulse verliehen hat, scheint der wichtigste Treiber der hohen Emissionsvolumen die Suche der Anleger nach höherer Rendite in einem Niedrigzinsumfeld zu sein.
Da als sicher geltende Staatsanleihen ein im historischen Vergleich extrem niedriges Renditeniveau bieten, haben sich Unternehmensanleihen im derzeitigen Marktumfeld zu einer bedeutenden Investitionsalternative entwickelt. In einer Zeit Knight’scher Unsicherheit und hoher Liquidität lässt das kräftige Wachstum bei Unternehmensanleihen eine genauere Untersuchung der Überhitzungsrisiken geboten erscheinen.
Da die Renditen über sämtliche Ratingklassen hinweg sinken, erscheinen vielen Beobachtern gerade hochverzinsliche Anleihen als immer teurer. Sollte sich die starke Nachfrage aufgrund einer Rezession oder steigender Renditen für Staatsanleihen abschwächen, könnten insbesondere risikoreichere Unternehmen mit einem dann wieder begrenzten Zugang zu Finanzmitteln zu kämpfen haben und die Ausfallquoten und Ausfallwahrscheinlichkeiten steigen.
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