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Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit & Verbraucherschutz, Europäische Wertegemeinschaft

dbb | Der gemeinsame Wertekanon und die europäische Solidarität müssen wiederentdeckt werden!

Kirsten Lühmann MdB, stellvertretende Bundesvorsitzende, dbb beamtenbund und tarifunion:

„Die einseitigen Grenzschließungen, die von fast allen europäischen Ländern eine Zeit lang unkoordiniert beschlossen wurden, waren sowohl für Menschen, die in anderen Ländern arbeiten, als auch für den Warenverkehr dramatisch. Auch der öffentliche Dienst mit seinen Kontrollfunktionen wurde davon überrascht. Erfreulicherweise konnten inzwischen die Folgen für die Versorgung der Bevölkerung minimiert und die Arbeitsbedingungen des öffentlichen Dienstes verbessert werden.

Die Grenzschließungen haben sicherlich zu einer Verlangsamung der Ausbreitung des Virus beigetragen. Sie sind deshalb in der aktuellen Situation richtig, müssen aber koordiniert erfolgen. Es ist wichtig, dass diese Maßnahmen rechtzeitig und abgestimmt kommuniziert werden. Das gilt auch für Reisebeschränkungen im Inland.

Ich möchte, dass es eben keine Reflexe mehr gibt, sondern überlegte und abgestimmte Strategien. Spätestens in der Flüchtlingskrise ist die europäische Wertegemeinschaft zerfallen, übrig geblieben ist eine Wirtschaftsgemeinschaft ohne inneren Zusammenhalt. Dieser enorme Rückschritt zeigt sich jetzt auch in der Corona-Krise mit voller Wucht. Der gemeinsame Wertekanon und die europäische Solidarität müssen wiederentdeckt werden. Bei der gemeinsamen Bewältigung der Krise dürfen wir den Fokus nicht allein auf die Wirtschaft legen. Wir müssen die medizinische und die soziale Krise gemeinsam lösen.“

Die Mitteilung des dbb ist im Rahmen des EBD Telegramms zu Europäischer Solidarität in der Corona-Krise erschienen.

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