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DBJR | Ergebnisse der EU-Jugendkonferenz finden Eingang in die Politik

Die Forderungen der EU-Jugendvertreter*innen sind in die Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union eingeflossen. Das heißt: Junge Menschen haben Politik gemacht.

Bei der EU-Jugendkonferenz im Oktober 2020 haben junge Menschen aus ganz Europa mit politisch Verantwortlichen diskutiert und konkrete Forderungen erarbeitet, wie das Europäische Jugendziel #9 „Räume und Beteiligung für Alle“ umgesetzt werden kann. Teilgenommen haben rund 200 Jugendliche aus 40 europäischen Staaten, darunter auch die EU-Jugendvertreter*innen aus Deutschland. Zum Abschluss der viertägigen Veranstaltung wurden die Ergebnisse der Konferenz an Bundesjugend-ministerin Franziska Giffey übergeben. Diese versprach, die Forderungen und Vorschläge mit ihren Kolleg*innen in Europa zu diskutieren.

Die sieben Forderungen haben nun Eingang in die EU-Politik gefunden. Sie sind in den Ratsschlussfolgerungen zur Förderung des Demokratie-bewusstseins und des demokratischen Engagements junger Menschen in Europa wiedergegeben. Das Dokument dient als strategischer Rahmen für die politische Arbeit auf europäischer Ebene und hat zum Ziel, das Bewusst-sein für Demokratie und das demokratische Engagement junger Menschen zu fördern. Darin ist auch formuliert, was die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission tun können, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Berücksichtigung der Konferenzergebnisse ist ein großer Erfolg für junge Menschen in der Europäischen Union. Sie haben gemeinsam konkrete Vorschläge und Forderungen erarbeitet und der Jugend eine politische Stimme gegeben. Es ist der Lohn für intensives Engagement und die Überzeugung, gemeinsam die Situation und die Strukturen verbessern zu können. Junge Menschen haben hier eindeutig Politik beeinflusst und gezeigt, wie Jugendbeteiligung funktionieren kann.

Zu den sieben Forderungen gehören die Beteiligung junger Menschen auf allen politischen Ebenen, die Förderung von Engagement und jungen Minderheiten sowie sichere digitale Räume und ausreichende Mittel für die dauerhafte Festigung von Strukturen und Partizipationsprozessen sowie für Jugendräume. Außerdem sollen kritisches Denken und Medienkompetenz in die schulischen Lehrpläne aufgenommen und das aktive wie passive Wahlalter europaweit auf 16 Jahre herabgesetzt werden.

Nun ist es an den Verantwortlichen auf nationaler und europäischer Ebene, die Forderungen ernst zu nehmen und sie gemäß den Empfehlungen aus den Ratsschlussfolgerungen rasch und vollumfänglich umzusetzen. So kann das europäische Jugendziel #9 „Räume und Beteiligung für Alle“ erreicht werden. Damit werden Youth Goals zu Youth Actions.

Interessierte junge Menschen können sich im Jugenddialog engagieren und Politik mitgestalten. Alle Informationen dazu gibt es auf den Seiten des Jugenddialogs.

Diese Mitteilung finden Sie auch auf der Webseite des DBJR.

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