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  • 14.10.2009 - 12:56 GMT
  • DBV
Landwirtschaft und Fischerei

DBV: 20 EU-Länder auf richtigem Milchkurs

Kurzfristige Maßnahmen müssen jetzt auch schnell umgesetzt werden

Beim Milchgipfel am 12. Oktober 2009 in Wien haben Vertreter aus 20 EU-Mitglied­staaten – darunter auch Deutschland – weitere kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes gefordert. Das dort verabschiedete Forderungspapier soll als Diskussionsgrundlage für den kommenden Agrarrat am 19. und 20. Oktober 2009 an die EU-Kommission übergeben werden. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Initiative dieser 20 EU-Länder. Vorschläge, beispielsweise die Lagerhaltung über das gesamte Jahr auszudehnen sowie die eingelagerten Mengen antizyklisch auszulagern, würden genau in die richtige Richtung gehen, stellte der DBV fest. Auch die Forderungen für die Wiedereinführung der Verfütterungsbeihilfe von Magermilchpulver sowie die Absatzförderung von Milchprodukten durch verbesserte Verbraucherinformationen bieten Möglichkeiten zur Marktentlastung, was der DBV schon lange fordert.
Ein weiteres wichtiges DBV-Anliegen, EU-weit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, haben die Minister aufgegriffen. Vor allem gilt es, die Position von Milcherzeugern und Molkereien gegenüber dem konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel zu stärken. Durch die so verbesserte Marktstellung der Milcherzeuger in der gesamten Wertschöpfungskette kann der Milchmarkt und die Erzeugereinkommen stabilisiert werden. In Frankreich seien diese Möglichkeiten bereits als Interprofessionen (Branchenorganisationen) möglich. In Deutschland müssten die Erzeugergemeinschaften und Molkereigenossenschaften gestärkt werden.
Der DBV fordert die EU-Kommission und die schwedische Ratspräsidentschaft auf, die Vorschläge der 20 Mitgliedstaaten schnellstmöglich umzusetzen. Die wieder positivere Marktentwicklung müsse jetzt durch eine rasche Absatzbelebung EU-weit nachhaltig unterstützt werden.
Deutscher Bauernverband

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