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Landwirtschaft und Fischerei, Umweltpolitik

DBV: Ambitionierte EU-Klimaschutzpolitik, aber fehlende Perspektive bei Bioenergie

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben bei ihren Klimaschutzbeschlüssen die Sonderrolle der Landwirtschaft als Lebensmittelerzeuger und deren begrenztes Klimaschutzpotential anerkannt. Dies begrüßte der Deutschen Bauernverband (DBV) zum Abschluss des Europäischen Rates in Brüssel. Damit sei eine langjährige Forderung des deutschen bzw. europäischen Berufsstandes berücksichtigt worden. Die deutschen Bauern werden auch zukünftig daran arbeiten, die Klimaauswirkungen der Landbewirtschaftung weiterhin zu reduzieren und gleichzeitig die Produktivität zu verbessern, erklärte der DBV. Eine produktive Landwirtschaft sei der beste Weg, um die Nachhaltigkeit und den Beitrag zum Klimaschutz zu verbessern.

Dagegen bewertet der DBV die Zurückhaltung der EU-Staats- und Regierungschefs hinsichtlich Bioenergie äußerst kritisch. Der Rat habe sich nicht auf konkrete Ziele zur Verringerung der Treibhausgase durch Biokraftstoffe über das Jahr 2020 verständigt. Dies sei nicht zielführend, urteilte der DBV. Ein allgemeines Ziel zur Verminderung der Treibhausgasemissionen bis 2030 werde keine ausreichenden Anreize für die notwendige Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor schaffen. Der DBV erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass heimische Biokraftstoffe nicht nur nachhaltige Mobilität ermöglichen, sondern hochwertige Eiweißfuttermittel liefern, die ansonsten aus Drittländern importiert werden müssten.

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