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  • 29.10.2009 - 13:33 GMT
  • DBV
Landwirtschaft und Fischerei

DBV: EU-Kommission will Verbraucher und Landwirte unterstützen

DBV wertet Initiative zu mehr Transparenz bei Lebensmittelpreisen positiv

Der Deutsche Bauernverband (DBV) wertet es positiv, dass sich die EU-Kommission heute für mehr Transparenz bei der Preisgestaltung für Lebensmittel ausgesprochen hat. Es ist zum Vorteil der Verbraucher und der Bauern, wenn erkannt wird, welche Margen in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel verdient werden. Der DBV weist darauf hin, dass in Deutschland anders als in vielen anderen EU-Ländern für viele Schlüsselprodukte wie H-Milch oder Butter die Veränderung der Preise für den Rohstoff unmittelbar an den Verbraucher weitergegeben wird. Dabei sind oft die Landwirte die Leidtragenden. In 2009 gab es bereits die zehnte Preissenkungsrunde mit nun historisch niedrigen Erzeugerpreisen. Die Umsatzrendite im Lebensmitteleinzelhandel mit 1 bis 2 Prozent beweist eine verbraucherfreundliche Preisbildung, aber auch den enormen wirtschaftlichen Druck, der durch die Handelsketten auf die Erzeuger und die gesamte Produktionskette ausgeübt wird. In anderen EU-Ländern werden Preisveränderungen nicht so schnell und unmittelbar an Verbraucher weitergegeben. Außerdem sind offenbar die Margen deutlich höher.
Der DBV begrüßt zudem die Initiative der Kommission, die Spekulation auf den Agrarmärkten stärker zu beaufsichtigen. Dies würde auch den deutschen Landwirten mehr Planungssicherheit verschaffen. Die Pläne der EU-Kommission, Möglichkeiten zu prüfen, die die Verhandlungsposition der Landwirte stärken und so mehr Wettbewerbsfähigkeit sichern, findet die Zustimmung des DBV. Hierzu sollten in Deutschland zum Beispiel die Anwendungsmöglichkeiten des Marktstrukturgesetzes für Erzeugergemeinschaften überprüft werden.
Deutscher Bauernverband

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