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DBV | EU-Ministerrat positioniert sich zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt den Beschluss des EU-Energieministerrates vom 18. Dezember 2017 zur Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Die wesentlichen Kernpunkte des Beschlusses sind die Anhebung des EU-Ziels auf einen Anteil von 10 Prozent erneuerbarer Energien im Verkehrssektor im Jahr 2020 auf 14 Prozent im Jahr 2030 und die Fortführung der Obergrenze von 7 Prozent Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse bis 2030. Damit halte der EU-Energieministerrat an dem im Jahr 2015 nach intensiven Verhandlungen erzielten Kompromiss fest, erklärte der DBV.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken stellte dazu fest: „Mit der Anhebung des Erneuerbare-Energien-Ziels im Verkehrssektor sorgt der EU-Ministerrat für dringend benötigte Verlässlichkeit für die gesamte Biokraftstoffwertschöpfungskette.“ Auch werde mit diesem Beschluss dem Beitrag der Biokraftstoffe aus nachhaltiger Anbaubiomasse zur Erreichung der EU-Klimaziele Rechnung getragen. Schließlich wurden im Jahr 2016 in Deutschland durch den Einsatz von Biokraftstoffen 7,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden. Biokraftstoffe haben im Jahr 2016 die Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen um 77 Prozent gesenkt.

Weniger hilfreich ist aus Sicht des DBV die Mehrfachanrechnung von erneuerbarem Strom auf den Mindestanteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor. Doppel- und Mehrfachanrechnungen bringen uns den Klimazielen nur auf dem Papier näher, schützen aber das Klima nicht, beanstandete der DBV.