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Landwirtschaft und Fischerei

DBV: DBV-Faktencheck zur „Agrarwende“

In der aktuellen agrarpolitischen Diskussion um die Zukunft der Landwirtschaft wird eine „Agrarwende“ gefordert. Der wiederauferstandene Begriff aus dem Jahr 2000 verdient eine genauere Analyse. Was hat es damit auf sich, welche politischen Strategien und Perspektiven werden darunter verstanden? Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat daher die Aussagen und Forderungen zur „Agrarwende“ mit Blick auf die Faktenlage und auf die gesellschaftlichen und marktwirtschaftlichen Bedingungen der Landwirtschaft analysiert. Diese Gegenüberstellung hat der DBV nun als „Faktencheck Agrarwende“ im Rahmen seiner Faktencheck-Serie über aktuelle agrar- und verbraucherpolitische Themen veröffentlicht.

„Im Gesamturteil zeigt sich die ‚Agrarwende‘ des Jahres 2015 als Kampagne gegen die Bauernfamilien, weniger als reale Politikoption“, fasst DBV-Präsident Joachim Rukwied das Ergebnis zusammen. „Sie zeigt keine realistischen Alternativen für die Landwirte auf.“ Stattdessen werde auf staatliche Regulierung und auf eine Verbotspolitik gesetzt, die die Situation auf den Höfen nicht verbessern würde. Sie hätte vielmehr zur Folge, dass Landwirtschaft nicht mehr in Deutschland, sondern in anderen Ländern stattfinde, so die Bewertung des Bauernpräsidenten.

Der Faktencheck „Agrarwende“ vergleicht Behauptungen und Fakten zu den Schwerpunktthemen „Umwelt und Klima“, „Tierhaltung und Tiergesundheit“, „Globaler Agrarhandel“ und „Landgrabbing und Gentechnik“. Der neue Faktencheck ist unter www.bauernverband.de/faktencheck-agrarwende veröffentlicht. Darüber hinaus sind eine Reihe weitere Faktenchecks zur Tierhaltung und zum Ackerbau erschienen. So werden Meinungen und Tatsachen gegenübergestellt unter anderem zu den Haltungsbedingungen  und Herdengrößen, zur Milchquote, zur Fütterung und zu Sojaimporten, zur Düngung und Grundwasserqualität, zum Handel mit Nahrungsmitteln oder zur Bewertung des Pflanzenmittelwirkstoffes Glyphosat .

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