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Landwirtschaft und Fischerei

DBV: Gemeinsame Agrarpolitik hat „klaren europäischen Mehrwert“

Bundesministerin Aigner im dbk-Interview

„Die Landwirte, genauso wie alle anderen Unternehmer, benötigen in erster Linie eine langfristige Planungssicherheit, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Ausstattung der Gemeinsamen Agrarpolitik, und die geeigneten Rahmenbedingungen, um erfolgreich zu wirtschaften. Ich möchte daher die Benachteiligung deutscher Betriebe durch national verschärfte Umsetzung von EU-Recht ausschließen, eine dauerhafte Entlastung beim Agrardiesel schaffen und die Agrarexportförderung deutlich ausbauen.“ Das sagte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, mit Blick auf ihre weitere Amtszeit als Ressortchefin im Aktuellen Interview der Dezemberausgabe der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk). Auch bei der Lebensmittelkennzeichnung wolle die Ministerin für Wahrheit und Klarheit sorgen: „Irreführungen der Verbraucher sind nicht hinnehmbar, daher werde ich die Standards für die Kennzeichnung noch klarer fassen.“
Mit dem Sonderprogramm für die Landwirtschaft würden für die kommenden zwei Jahre Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 750 Millionen Euro bereit gestellt. Dieses Sonderprogramm sei Bestandteil eines Gesamtpakets, mit dem die Bundesregierung die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gebündelt und optimiert habe. „Damit reagieren wir schnell und effektiv auf die gegenwärtigen Probleme der deutschen Landwirtschaft und insbesondere der Milcherzeuger. So geben wir den Betrieben Sicherheit für die kommenden Wirtschaftsjahre“, betonte die Ministerin gegenüber der dbk.
Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) betonte Ministerin Aigner deren „klaren europäischen Mehrwert“. Sie fördere eine wettbewerbstarke landwirtschaftliche Produktion, die für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung sorge und Ressourcenmanagement, Klimaschutz und erneuerbare Energien sicherstelle. Daher ist es aus Sicht der Ministerin erforderlich, die GAP in der 1. und 2. Säule auch nach 2013 finanziell gut auszustatten. Dazu müsse sich die Bundesregierung abstimmen und positionieren. „Ich gehe davon aus, dass es im Hinblick auf die Agrarpolitik bei der im Koalitionsvertrag festgelegten Linie bleibt“, so die Ministerin.
Weitere Beiträge der dbk befassen sich im Schwerpunkt „Agrartechnik und Nachhaltigkeit“ damit, wie mit moderner und innovativer Landtechnik Ressourcen geschont und Agrarproduktion effizient gestaltet werden kann. Eine Kurzdarstellung des Situationsberichts 2010 erläutert und kommentiert die wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe im Wirtschaftsjahr 2008/09 und deren Aussichten für das laufende Wirtschaftsjahr 2009/10.
Die Deutsche Bauern Korrespondenz dbk ist die Monatsschrift des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die dbk analysiert aktuelle und überregionale agrarpolitische Themen für die ehren- und hauptamtlichen Mandatsträger des DBV. Die Zeitschrift erscheint monatlich und kann gegen eine Jahresgebühr von 33,50 Euro, inklusive sieben Prozent Mehrwertsteuer, bei m.steinmetzer@bauernverband.net, Fax. 030-31904-431 abonniert werden.
Deutscher Bauernverband

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