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  • 02.08.2012 - 13:09 GMT
  • DBV
Landwirtschaft und Fischerei

DBV: Gemeinsame Agrarpolitik vor 50 Jahren gestartet

DBV: Gewinn für Verbraucher und Landwirte

Im Sommer 1962, also vor 50 Jahren, traten die ersten gemeinsamen Marktordnungen für Agrarprodukte der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Kraft. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin und stellt fest, dass dies die Geburtsstunde der Gemeinsamen Agrarpolitik in der heutigen Europäischen Union war. Die Vereinbarungen beschränkten sich zunächst auf die Märkte für Getreide, Schweinefleisch, Eier und Geflügelprodukte. Erst später kamen Marktordnungen für Milch, Rindfleisch, Zucker, Pflanzenöle, Zucker und andere Produkte hinzu. Der Startschuss zur Gemeinsamen Agrarpolitik war seinerzeit ein Bestandteil der Römischen Verträge, in denen 1958 die Bildung eines einheitlichen Wirtschaftraumes von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden beschlossen wurde. Heute, so der Bauernverband, ist die Landwirtschaft der einzige wirklich europäische Wirtschaftsbereich.
Mit dem Inkrafttreten der ersten Marktordnungen gab es zwischen den Mitgliedsstaaten erstmals einen freien Warenverkehr. Nach außen schützte die Wirtschaftsgemeinschaft die Märkte durch Importzölle, während der Export durch Ausfuhrerstattungen gefördert werden konnten. Das Inkrafttreten der Marktordnungen für wichtige Agrarprodukte stieß bei den Bauern in Deutschland seinerzeit nur auf geteilte Zustimmung, erklärt der DBV. Erst später, als die positiven Effekte des europäischen Marktes spürbar wurden, stieg die Akzeptanz.
Heute ist der europäische Binnenmarkt ein Gewinn für Verbraucher und Landwirte, betont der DBV. Neben der sicheren und stabilen Versorgung von über 500 Millionen Verbrauchern mit hochwertigen und bezahlbaren Nahrungsmitteln trägt die Europäische Agrarpolitik maßgeblich zur Einkommensstabilisierung der Bauern bei. Im Zuge der Entkoppelung der EU-Zahlungen von der Produktion in den 90íger Jahren wurde die europäische Agrarförderung immer stärker auf den Tier-, Natur- und Umweltschutz ausgerichtet. Zudem ist die heutige Agrarpolitik wesentlich marktorientierter, einer nachhaltigen Landwirtschaft und der Stärkung des ländlichen Raums verpflichtet. Bei der anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wird der DBV diese Ziele weiterverfolgen und sich für Kontinuität stark machen.

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