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Landwirtschaft und Fischerei, Umweltpolitik

DBV | Gesetzgeberisches Moratorium für die laufende Umsetzungsphase gefordert

Rukwied: Nachhaltiger Gewässerschutz braucht Kontinuität

Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist die Forderung der EU-Kommission, die seit eineinhalb Jahren geltende neue Düngeverordnung kurzfristig wieder zu verändern, als unangemessen zurück. „Die deutschen Bauern stehen klar zum Gewässerschutz. Aber jedes Regelwerk muss sich bewähren können, bevor es erneut überarbeitet wird“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. „Viele Indikatoren zur Düngung und zur Tierhaltung zeigen schon jetzt, dass das neue Düngerecht wirkt und bereits erkennbar auf die landwirtschaftliche Produktion durchschlägt. Deshalb fordern wir ein gesetzgeberisches Moratorium für die laufende Umsetzungsphase des Düngerechts.“ Die Tierhaltung gehe bereits überproportional zurück und auch der Mineraldüngerabsatz sei laut aktuellen Zahlen im laufenden Wirtschaftsjahr erneut deutlich zurückgegangen, nachdem bereits im ersten Wirtschaftsjahr nach Inkrafttreten der Düngeverordnung (2017/2018) ein Rückgang von 10 Prozent zu verzeichnen war.

„Die EU-Kommission ist gefordert, die Fortschritte durch das neue Düngerecht in Deutschland anzuerkennen und nicht mit unverhältnismäßigen Strafandrohungen weitere Verschärfungen zu erzwingen“, so Rukwied. Die deutschen Landwirte fordern Vertrauensschutz und Verlässlichkeit. Die EU müsse es stärker den Mitgliedstaaten überlassen, auf welchem Weg sie das Ziel erreichen. „Wir setzen auch auf kooperativen Ansatz beim Gewässerschutz – Landwirte gemeinsam mit den Wasserverbänden“, erklärt Rukwied.

Als Grundsatz für die Düngung müsse auch in Zukunft der Nährstoffbedarf der Kulturen gelten, pauschale Düngeobergrenzen seien fachlich falsch und würden das Kooperationsprinzip im Gewässerschutz gefährden.

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