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  • 29.09.2017 - 12:57 GMT
  • DBV, GAP
Landwirtschaft und Fischerei, Wettbewerbsfähigkeit

DBV | Zuckerrübenanbauer drängen auf faire Wettbewerbsbedingungen

Mit dem am 1. Oktober 2017 beginnenden Zuckerwirtschaftsjahr bricht für die deutschen und europäischen Zuckerrübenanbauer eine neue Ära an. Nach knapp 50 Jahren läuft die bisherige Zuckermarktordnung aus, die durch die Zuckerquote und die Rübenmindestpreise das Mengen- und Preisgefüge am Zuckermarkt wesentlich bestimmte. Damit wird eine der letzten Marktordnungen als Element der Agrarpolitik des vergangenen Jahrhunderts beendet und der europäische Zuckermarkt liberalisiert. Die deutschen Zuckerrübenanbauer werden dann mehr denn je im globalen Wettbewerb mit den großen Zuckererzeugern Brasilien und Thailand stehen, aber auch mit den europäischen Rübenanbauregionen, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der historischen Veränderung. Jetzt gelte es, die richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu schaffen.

„Die Zuckerrübenanbauer haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich lange und intensiv auf diesen wichtigen Zeitpunkt vorbereitet“, sagte Bernhard Conzen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rübenbauerverbände und damit Vertreter der rübenanbauenden Landwirte im DBV. Schließlich würden die über den Sommer herangewachsenen und in diesen Tagen gerodeten Rüben schon unter den neuen Bedingungen des freien Zuckermarktes verarbeitet und vermarktet werden. „Durch Züchtungsfortschritte und verbesserte Anbau- sowie Erntebedingungen konnten wir die Rübenerträge in den vergangenen Jahren nachhaltig steigern und die für die Fruchtfolge wertvolle Zuckerrübe im Anbau erhalten“, so Conzen weiter. Dies solle auch zukünftig so bleiben, weswegen die gesamte Branche erhebliche Anstrengungen unternommen hat, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. „Mit der Ausweitung der Anbaufläche stellen wir den Zuckerfabriken den Rohstoff für eine längere Verarbeitungskampagne zur Verfügung. Das senkt die Kosten der Zuckerproduktion“, erläuterte Conzen.

Den Volltext der Pressemitteilung finden Sie hier.

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