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COVID-19 Politik

Deutscher Frauenrat | Impfstoffgerechtigkeit ist eine Frauenfrage

Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats e.V. (DF) sagt: „Impfstoffgerechtigkeit ist eine Frauenfrage. Frauen stellen 70 Prozent des Gesundheitspersonals und sind von den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie stärker betroffen. Während die Impfkampagnen für Gesundheitspersonal in reichen Ländern bereits begonnen haben, wird es im globalen Süden noch Monate dauern bis Frauen, die direkt mit Corona-Kranken arbeiten, geschützt werden. 

Die EU will den Impfstoff-Nationalismus überwinden, wählt jedoch eine Strategie des Impfstoff-Eurozentrismus. Im Ergebnis gehen die meisten Länder des globalen Südens im Moment noch leer aus. Es braucht globalgerechte Antworten auf die globale Pandemie – auch aus Eigeninteresse.  

Wir fordern global gerechten Impfstoffzugang und eine temporäre Aufhebung der Corona-Patente. Corona-Impfstoffe und Medikamente sind globale öffentliche Güter, daher sollen zugelassene Impfstoffe von allen produziert werden dürfen. Die EU muss die COVAX-Initiative der WHO ernsthaft unterstützen – nicht nur finanziell, sondern auch durch die Bereitstellung von Impfstoffen. Ein globaler gerechter Zugang zu Impfstoffen und die Unterstützung der Länder des globalen Südens im Sinne einer globalen Impfstoffgerechtigkeit ist dringend nötig.“

Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats e.V. (DF)

 Weiterlesen: https://www.frauenrat.de/schutz-vor-corona-fuer-alle-frauen/

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