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  • 28.09.2010 - 15:00 GMT

DFK: Stellungnahme zum Anliegen der Europäischen Kommission, die Corporate Governance in den Finanzinstituten zu stärken

Der Berufsverband DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK, der rund 25.000 Fach- und Führungskräfte in ganz Deutschland vertritt, begrüßt das Anliegen der Europäischen Kommission, die Corporate Governance in den Finanzinstituten zu stärken.

Die Führungskräfte und ihr Berufsverband DFK begrüßen ausdrücklich das Anliegen, die Corporate Governance in den Finanzinstituten zu stärken. Als ersten Schritt leitet die Kommission eine öffentliche Konsultation zu einem Grünbuch ein, das Ansätze für folgende Ziele darlegt:

– Verbesserung des Funktionierens und der Zusammensetzung der Verwaltungsräte (in Deutschland: der Aufsichtsräte) sowie der Verwaltungsratsgremien öffentlich-rechtlicher Finanzinstitute (zum Beispiel Sparkassen, Landesbanken, Versicherungen) im Interesse einer
wirkungsvolleren Beaufsichtigung der Geschäftsleitung (in Deutschland: des Vorstandes);

– Schaffung einer Risikokultur auf allen Ebenen von Finanzinstituten, um zu gewährleisten, dass den langfristigen Unternehmensinteressen Rechnung getragen wird;

– Einbeziehung der Aktionäre, Aufsichtsorgane und externen Revisoren in Fragen der Corporate Governance;

– Änderung der Vergütungspolitik von Unternehmen zur Eindämmung unverhältnismäßiger Risikofreudigkeit.

Diese Ziele werden ausdrücklich von den deutschen Führungskräften unterstützt. Selbst wenn die Finanzkrise nicht unmittelbar der Corporate Governance anzulasten ist, so hat doch das Fehlen effektiver Kontrollmechanismen in Teilen tatsächlich dazu beigetragen, dass Finanzinstitute überhöhte Risiken eingehen konnten. Die Corporate Governance muss ihre Qualitäten ausspielen können, hierzu müssen die Rechte und Pflichten der Beteiligten in einer abgestimmten europäischen Regelung klar definiert sein.
 
Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

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